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Mittwoch, 3. April 2019

Leinenhemd und Rückwärtsgang (Reverse Engineering)


Heute mal ein PS vorab:

PS: Wenn ich für meinen MMM-Blogpost endlich die ganzen Fotos fertig habe und hochgeladen, ... dann habe ich danach immer gar keine Lust mehr zu texten. Steh da wie der Ochs vorm Berg. Und das obwohl mir während des Nähens so viele Dinge im Kopf herumgegangen sind.
Geht das vielleicht noch jemandem so?

Also...

Hier mein neues Leinenhemd!


Ich hab dieses Hemd im Kurs genäht und war froh von der Leitung Schritt für Schritt eine praktische (schnellere!) Schritt für Schritt Methode für das Nähen zu erhalten.
Trotzdem habe ich noch einiges nicht so gut gemacht - hab sogar ganz am Ende noch ein Loch in den Ärmel geschnitten... aber psssst... ich hab das noch niemandem verraten.  Zum Glück war es eine nicht so prominente Stelle. Ich hätte sogar noch Stoff um den Ärmel neu einzunähen - ohne Loch - aber ich hab keine Lust.


Meine Fotos habe ich wieder mal an einem nahe gelegenem See gemacht. Ich war völlig ungestört, mal abgesehen von diesem Gesellen der immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hat:


Den Ärmelabschluss habe ich mit einer Fake-Manschette genäht. Dachte dass ich den Ärmel sowieso hochschoppe und dass ich mir die Fummel-Arbeit mit dem Manschetten-Schlitz und so spare.
Im Nachhinein nervt es mich aber doch, dass ich den langen Ärmel immer wieder hochschieben muss. Ich hab ihn inzwischen doch noch auf Dreiviertel-Länge abgeändert. Und beim nächsten Hemd möchte ich eine echte Manschette mit Schlitz und Knopfloch machen.


Der Schnitt der Hemdbluse ist ein Burda-Schnitt, 6/2013 #229 . Meine erste Bluse nach dem Schnitt (rechtes Bild) hatte Passformmängel ...


... dann habe ich ihn mir noch einmal im Rückwärtsgang nachkonstruiert, auf der Basis meines passenden Grundschnittes. Dieses Reverse Engineering mache ich sehr gern. Es macht mir Spaß den Konfektionsschnitt zu betrachten, und zu erforschen wie er wohl aus dem Grundschnitt entstanden sein könnte.
Hier das Schnittbild  :

Und weil ich schon immer gern eine Bluse zum Binden vorn haben wollte ...



... habe ich es wieder getan:

Das hier ist auch eine Rekonstruktion, für meine Half-Scale-Büste, auf Basis eines Pattern-Maker Grundschnittes in Größe 38. Im nächsten Schritt geht es darum ein solches Modell modifiziert zu konstruieren, damit ich es auch an meiner eigenen Figur leiden mag.





Schön dass es den MMM noch gibt, und dass er noch nicht gestorben ist! :-)

Dieser 4-Wochen-Rhythmus gefällt mir auch sehr gut.

Dann will ich mal tradionell verlinken,  zum


Mittwoch, 6. März 2019

2 Kleider mit weiterem Rock


Heute zum MMM möchte ich meine 2 Kleider  mit weiterem Rock zeigen. Die Projekte sind noch Ausläufer vom Weihnachtskleid-Sewalong sozusagen (s. Label).
Zum einen handelt es sich um das Kleid nach dem It's a fits-Schnitt.

Die Konstruktion ist eigentlich simpel, wie hier im Schnittbild zu sehen. Oberhalb der Godet-Ansatzlinie sind Armloch, Schulter und Hals ohne große Abwandlungen nach meinem Grundschnitt. Die einzige Abwandlung vom Grundschnitt sind also die Teilungsnähte.

Etwas von meiner Bastelei habe ich im Nähkurs gemacht und ein guter Hinweis meiner lieben Kursleiterin M. war, dass die vordere Teilungsnaht gerne seitlich etwas neben dem BP verlaufen soll.
M. und ich haben übrigens die Absprache getroffen, dass ich im VHS-Kurs gerne meine Schnitt-Sachen basteln darf - also sie toleriert das - solange sie es nicht gut finden muss :-D
Bevor ich aber das eigentliche Godet-Kleid nähte, habe ich dieses graue 'Ensemble' kreiert.
Es ist ein Unterkleid mit Bahnenrock und einem Oberteil mit Kapuze, von mir Crop-Top genannt.
Passiert ist das ganze eigentlich nur, weil ich mir dachte ich möchte eine Kapuze an mein It's a fits -Kleid basteln. So habe ich mir einfach mein Kapuzen-Element an das Oberteil mit den Teilungsnähten gelegt . Genauer gesagt war es diese Version , mit dem etwas höherem Ausschnitt.

Irgendwie - ich weiß selber immer noch nicht genau wie - ist dann aber alles heruntergerutscht und ich hatte einen Versatz und musste in der Mitte ein Stück (schraffierte Fläche) herausschneiden. So entstand dann dieses Crop-Top dass ich jetzt doch cool finde.
Zu dem Top sah der weitere Godet-Rock dann nicht mehr gut aus und ich habe stattdessen einen Bahnenrock  gemacht, an den ich mein Lycra Oberteil annähte.





Unter beiden Kleidern trage ich das Gleiche separate Futter ,nach dem Schnitt mit dem Godetrock - aber da habe ich jetzt leider kein Foto.

Wenn ich einen gut passenden Kleider- oder auch nur Oberteilschnitt habe den ich wiederholt nähe, mache ich mir generell gerne ein separates Futter für alle Versionen.

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Das Nähen des zweiten Kleides aus Viscose-Jersey ging für meine Verhältnisse im Turbo-Tempo.




Am Dienstag im Kurs zugeschnitten und am darauffolgenden Donnerstag bereits fertig genäht (bis auf die Säume von Ärmel und Länge.
M.  - die Kursleitung - hat wirklich Ehrgeiz mich zu einer schnelleren Schneiderin zu machen.
Die Seitenähte habe ich ganz einfach nur gesteckt und  mit einem kleinen Zick-Zack gesteppt, ohne was zu versäubern.


Den weiten Saum des Kleides habe ich mit der Kettelmaschine versäubert wobei ich eine Einstellung wählte die den Stoff maximal zusammenhält. Dann die gekettelte Kante umgelegt und - ich durfte heften!!! - wieder mit einem Zick-Zack-Stich abgesteppt.


In das Armloch habe ich allerdings ein Silikonband eingearbeitet (kann man das auf dem Foto erkennen?).
den Ärmel selbst heftete ich dann gar nicht mehr, sondern steckte nur und steppte.
Auch im Halsausschnitt habe ich Band, damit er schön anliegt.


Habe mich wieder sehr bemüht mit den Fotos. Dieses mal bin ich aber halbwegs zufrieden und sogar das mit dem Lächeln hat geklappt - DAS ist doch auch mal was.




Jetzt habe ich hier noch gar nichts zu dem Ärmelschnitt geschrieben.
Vielleicht editiere ich diesen Post zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Edit:

Hier habe ich eine Zeichnung gemacht die darstellt, wie ich den Ärmel gezeichnet habe.
Mag sein, dass das wieder mal so typischer Immi-Quatsch ist - aber so mache ich das halt jetzt immer und ich freue mich, wenn meine Ärmel dann gut sitzen und nicht drehen.
Hier habe ich die Teilungsnähte bei Vorder- und Rückenteil jeweils zusammengelegt. Ich lege die Unterarmausstiche von Armloch und Ärmel deckungsgleich und justiere den Ärmel so, dass seine Mitte parrallel zur Vorderen - bzw. Hinteren Mitte verläuft. So stimmt auf jeden Fall der Winkel - Ärmelhöhe, Ärmelweite und Ärmelform sind natürlich dem Armloch bzw. dem Geschmack, oder der Figur entsprechend zu gestalten.

So sieht es aus mit der Anlage und dem Winkel der Ärmelmitte zur vorderen Mitte, wenn die Teilungsnähte nicht oberhalb der Brustlinie zusammengelegt sind.
Ich freue mich immer wenn alles stimmt und passt und ich meine 90° wieder finde.



Könnte noch Romane schreiben und viele weitere Zeichnungen hochladen... aber reicht erstmal. :-D



Dieser Post ist verlinkt beim :

MMM am 06. März 2019


Dienstag, 1. Januar 2019

WKSA 26.12.2018 - Finaaaaale...



... haha... als wenn. Wir haben heute schon 2019 und mein Weihnachtskleid ist immer noch nicht fertig.

Jetzt habe ich hier aber gerade noch ein paar Stunden um mich auf dem MMM-Blog zu verlinken, und tue das einfach mit meinem unvollendetem Weihnachtskleid, heute am Neujahrstag 2019.

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Na ja... wenn ich einen Cardigan über meinem Kleid trage, bemerkt auch niemand dass es noch keine Ärmel hat:


Wobei auch noch zu bemerken wäre, dass aus dem Kleid ein Ensemble geworden ist, bestehend aus einem Crop-Top und einem Bahnenrock mit angenähtem Lycra-Oberteil.


Am Lycra-Oberteil fehlen noch die Kanten am Hals- und Armausschnitt. Genauso am Futter, welches ich übrigens nach dem ursprünglichem Schnitt genäht habe.


Für einen Ärmel zum Crop-Top habe ich bislang keine Idee.

Wieso, weshalb und warum das jetzt alles so gekommen ist wollt ihr glaube ich gar nicht so genau wissen, und deshalb spar ich mir die Erklärungen hier.

Das ganze Desaster ist auf jeden Fall enstanden, weil ich mir dachte ich bastele an meinem Kleid - welches ich so sorgfältig konstruierte und das ich mir auch so super habe abstecken lassen können - schnell noch mal meine Spezialkapuze ran. Aber egal jetzt.

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Dann will ich mich mal verlinken beim :


... und spontan alles versammelten Hobbyschneiderinnen ein frohes neues Jahr wünschen! 💙🎇