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Dienstag, 1. Januar 2019

WKSA 26.12.2018 - Finaaaaale...



... haha... als wenn. Wir haben heute schon 2019 und mein Weihnachtskleid ist immer noch nicht fertig.

Jetzt habe ich hier aber gerade noch ein paar Stunden um mich auf dem MMM-Blog zu verlinken, und tue das einfach mit meinem unvollendetem Weihnachtskleid, heute am Neujahrstag 2019.

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Na ja... wenn ich einen Cardigan über meinem Kleid trage, bemerkt auch niemand dass es noch keine Ärmel hat:


Wobei auch noch zu bemerken wäre, dass aus dem Kleid ein Ensemble geworden ist, bestehend aus einem Crop-Top und einem Bahnenrock mit angenähtem Lycra-Oberteil.


Am Lycra-Oberteil fehlen noch die Kanten am Hals- und Armausschnitt. Genauso am Futter, welches ich übrigens nach dem ursprünglichem Schnitt genäht habe.


Für einen Ärmel zum Crop-Top habe ich bislang keine Idee.

Wieso, weshalb und warum das jetzt alles so gekommen ist wollt ihr glaube ich gar nicht so genau wissen, und deshalb spar ich mir die Erklärungen hier.

Das ganze Desaster ist auf jeden Fall enstanden, weil ich mir dachte ich bastele an meinem Kleid - welches ich so sorgfältig konstruierte und das ich mir auch so super habe abstecken lassen können - schnell noch mal meine Spezialkapuze ran. Aber egal jetzt.

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Dann will ich mich mal verlinken beim :


... und spontan alles versammelten Hobbyschneiderinnen ein frohes neues Jahr wünschen! 💙🎇

Freitag, 14. Dezember 2018

WKSA 09.12.2018 - Erster Zwischenstand - Quereinstieg


Hallo liebe Weihnachstkleid-SewalongerInnen!

Ich möchte mir ein Kleid nähen, erstmals mit einem weiten Rock + die Schnittanpassung hat weniger lange gedauert als üblich -> so dass die erste Probe bereits abgesteckt wurde +  es  besteht die Aussicht, dass das Kleid wohl in den nächsten 14 Tagen fertiggestellt werden könnte.

Wenn ich nun 1+1 zusammenzähle, dann bin ich wohl im Begriff mir ein Weihnachtskleid zu nähen? Und ich könnte beim aktuellem WKSA18 quereinsteigen!?!

Da bin ich nun also.

Diesen Schnitt  möchte ich mir nähen. Die ganze Schnipselei die hinter dem Schnitt-Cover am Board hängt ist vom Ergebnis meiner Schnittanpassung im VHS-Nähkurs. 


Vormittags begann ich mir den Schnitt auf Folie herauszukopieren. Das Muster bekam ich von den Frauen meines Nähtreffs am alten Wohnort, zu dem ich schon jahrelang gehe. S. hatte sich ein Kleid danach genäht. Sie ist wohl in meinem Alter, aber hat eine super normale und gerade Figur -  hat sich ohne zögern ihren Stoff nach dem Muster zugeschnitten und alles ohne Anprobe zusammengenäht - und es sah gut aus. :-)

Weil ich so gern auch mal ein Kleid mit weitem Rock möchte, in dem ich figurbedingt nicht gleich nach  Walküre aussehe, lieh ich mir den Schnitt und  nahm die Herausforderung an.

Vormittags begann ich den herauskopierten Folienschnitt an der Büste auf meinen Grundschnitt zu stecken, um die Abweichungen zu checken. Krass, was man da besonders an der Seitennaht sieht - oder? Dabei habe ich genau die Größe herauskopiert die meinen Maßen entspricht. Na ja, durch das Aufstecken des Modells auf meinen Grundschnitt ist mir die Konstruktion so allmälich klar geworden, und ich habe wieder mal mit dem Basteln begonnen.

Am Nachmittag war VHS-Kurs und weil ich gerade kein weiteres Projekt hatte und auch gern weiter machen wollte, nahm ich meine Bastelei einfach mit zum Kurs, in der Hoffnung dass ich die Leitung nicht verärgere. 
 

 Aber was denkt ihr wohl? M - die Kursleiterin - hat mir beim Konstruieren prima weitergeholfen und schließlich ging mir ein Licht nach dem Anderen auf, wie einfach der Schnitt eigentlich zu konstruieren ist. :-D  Sowas weiß ich leider immer erst hinterher.


Ich muss jetzt die Änderungen übertragen und einen Ärmel einpassen und dann kann ich zuschneiden.

 Was bleibt in Sachen Schnittanpassung  ist die Grundsatzfrage:

  • Lieber einen Fertigschnitt nach annähernd eigenen Maßen zuschneiden und dann anpassen? Das ist die Strategie von M. von der sie mich sehr gerne überzeugen möchte. 
  •  Oder lieber den Modellschnitt nachkonstruieren mit Hilfe eines eigenen Grundschnitts und der eigenen Abformung - das ist meine (wohlbekannte) Strategie. 
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Hier noch die Stoffe die für das Kleid in Frage kämen. Beide gefallen mir nicht wirklich. Aber ich weiß nicht ob ich noch in neuen Stoff investieren möchte, oder ob ich lieber diese hier 'wegmache'.

Links seht ihr einen Viscose 'Kaugummi-Jersey' der mit gut zu Gesicht steht, aber ich habe keine Lust mich mit dem Muster herumzuschlagen, und auch keine Lust diesem Kaugummi Form zu geben
.
Rechts ist ein Jersey mit mehr Stabilität, aber leider mit recht hohem Poly-Anteil. Der Stoff knistert schon wenn ich ihn zusammenlege. Und auch die (Non-) Farbe steht mir nicht wirklich.


Jetzt erstmal den Schnitt ganz fertig machen und den Ärmel noch konstruieren, und dann werde ich sehen aus welchem Stoff mein Weihnachtskleid 2018 entstehen soll.

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Sonntag, 9. Dezember 2018

Handschuhe nähen - Tutorial

Mit einem einfachen Tutorial zur Anfertigung von Maßhandschuhen hole ich meinen Näh-Blog heute aus dem Dornröschen-Schlaf.


Meine Handschuhe nähte ich aus einem Romanitjersey.

Wichtig für einen Maß-Finger-Handschuh ist wie immer das Schnittmuster! Erst nach ein paar Versuchen - hatte mir erst E.T.-Finger und dann  Froschfinger generiert - war die  Schablone meiner Hand mit den Nahtlinien perfekt.

Legt eure Hand flach auf ein Stück Butterbrotpapier und umzeichnet Sie mit einem Stift. Die Finger der Hand sollten maximal gespreizt werden, damit zwischen den Fingern eine Kurve entsteht und keine Spitze. Haltet den Sitft senkrecht und berührt beim Umzeichnen die Konturen der Hand.
Um am Ende nach dem Wenden die passende Form zu erhalten braucht es die Nahtzugaben mindestens  (grüner Bereich) genau so wie hier zu sehen. Im Bereich zwischen den Fingern wird die Kurve durch die Nahtzugaben enger, deshalb - wie erwähnt - die Finger beim Auflegen der Hand unbedingt spreizen.
Im Bild links ist der Daumen noch zu kurz - das habe ich später korrigiert.



Hier habe ich einen fertigen Handschuh, der auch gut sitzt, hinterher wieder auf das Schnittmuster gelegt, und man kann sehr gut sehen dass es passt.


Zum Prozess des Nähens hier jetzt einige Fotos:

Das Butterbrotpapier mit der Handschablone auf eine doppelte Lage Stoff legen - rechts auf rechts natürlich. Ich habe mir hier teures Freezerpapier gespart und Sprühkleber hatte ich auch nicht - also habe ich außerhalb der Nahtlinien das Papier mit Papierklebestift auf den Stoff geklebt und dann auch noch zusätzlich ein paar Nadeln gesteckt, so wie in einem Bild weiter unten zu sehen.


Ich habe zum Steppen diesen Dreifach-Geradstich gewählt, für den Bereich des Handgelenks bis zu den Fingern. Die Finger habe ich mit einem kleinen Geradstich genäht. Auch mit einem kleinen Zick-Zack-Stich habe ich probiert, aber das mit den Geradstichen gefällt mir besser.


Das Steppen auf dem Butterbrotpapier geht wirklich gut! Immer schön entlang der Linie. :-)


Das Papier lässt sich hinterher prima entfernen - quasi von selbst, weil es durch die kleinen Stiche perforiert ist.


Mit einer guten Schere kann man nun die Nahtzugaben zurückschneiden. Unten bei den 'Schwimmhäuten' der Finger sollte man bis kurz vor die Nahtlinie einschneiden...


...  ich habe hier diese Stellen mit Nagellack fixiert, damit später nichts einreißt. Das kann man bei diesem dunklen Romanit-Jersey gut machen - näht man sich Handschuhe aus feiner Seide, dann wohl eher nicht.


So ganz sicher bin ich hier nicht. ob das Herausschneiden der Ecken nun die ultimative Sache ist. Aber nach dem Wenden sind meine Fingerkuppen eigentlich sehr schön rund, und die Nahtzugabe knubbelt innen nicht. Auch hier beim Zurückschneiden der Nahtzugaben spielt es sicher eine Rolle welchen Stoff man hat.

Der unangenehmste Part beim Handschuh-Nähen ist natürlich das Wenden. Da hat wohl auch jeder so seine eigenen Technik, und es gibt verschiedene Tools die dabei helfen die Finger zu wenden. Vielleicht hab ihr da Haushaltsgegenstände oder was auch immer ihr nehmt. Ich hab hier dieses tolle handgefertigte Teil, dass Julia (sewing galaxy) mir einst schenkte. :-)

So - schon fertig. Ich habe mir drei Pullover genäht und aus den Resten jeweils diese passenden Handschuhe. Sehr schön wäre es natürlich auch, wenn man sich welche zu  einem elegantem Kleid näht - so wie die Frauen in den 50ern es taten.





Hier noch eine Version aus den Resten eines Pullis der aus einem dünnerem Jersey ist. Ungefüttert wäre das alles zu weich und labberig geworden, deshalb hab ich es mit Futter und auch noch Watte-Einlage versucht.
Auch das hat richtig gut geklappt! :-)


Freitag, 5. Januar 2018

Lieblingskleid - Uniform - what ever...

Mein Lieblingsschnitt ist der sogenannte Schwanenkleid-Schnitt von Burda

Hier seht ihr eine Flotte einiger meiner Kleider nach dem Schnitt:


Und ich habe es wieder getan. Hier habe ich mir ein Modell nach meinem für Stretchsstoffe angepasstem Schnitt komplett aus Spitze genäht.


Haha, natürlich trage ich das Kleid nicht ohne ein Unterkleid. Der Spitze habe ich günstig bei ebay ersteigert und der Stoff des Unterkleides ist der elastische Feingabardine. (Aus dem Gabardine habe ich auch eine schwarze Hose die ich sehr liebe, die zu meinem Bedauern aber leider pillt).


Hier (siehe unten) habe ich die Filter im Photoprogramm ein bisschen geschoben, damit die Struktur der Spitze besser zu erkennen ist.
Dieses Spitzenkleid war von Anfang an ein Hit. Nähen ging super und das Ergebnis hat mich überrascht. Trés chic ist es geworden und trotzdem irgendwie alltags kompatibel mit meinen Stiefeletten oder auch mit Stiefeln.


Weil der Schnitt für mich einfach gut ist, habe ich mir noch die Mühe gemacht eine Web-Version zu konstruieren. Ich will endlich mal einen wenigstens etwas weiteren Rock tragen.


Diese Version für Webstoffe, in länger, und mit ein bisschen mehr Weite im Rock gefiel mir als Probe sehr gut.


Ich nahm mir also einen Stoff den ich noch hatte und nähte es - aber DAS wurde dann ein Fail Ist der Stoff zu bunt? Das Muster schlecht aufgeteilt? Keine Ahnung  - es sieht auf jeden Fall nach Nachthemd aus und ich bin enttäuscht.


Anfangs dachte ich mir noch, wenn ich schöne Schuhe dazu trage und einen passenden Cardigan, dann könnte das Kleid für mich noch tragbar werden.
Also habe ich mir meine Folien wieder herbeigeholt und mir einen Zuschnitt für einen Cardi auf der Grundlage des Schwanenkleid-Schnittes überlegt.


Für euch habe ich das abfotografierte Chaos noch mal ordentlich gezeichnet. Schätze jetzt kann man erkennen wie ich den Cardi zugeschnitten habe. Hoffentlich! Der Cardi-Schnitt mit Blende ist gelb unterlegt.
Mein Cardi-Stoff ist auch wieder einer den ich schon lange liegen habe. Es ist ein ganz toller, tief schwarzer und glänzender Plüsch. Auf jeden Fall liebe ich den, weil er so urkuschelig ist.


Die Idee von dem Schnitt kam von einem Kaffeeröster-Cardigan aus sehr dünnem Viscose Jersey (obere Reihe in der Collage).
Tja - man sieht wohl was passiert, wenn Immi den Schnitt von einem dünnen Viscose-Cardi in dickem Plüsch vernäht.


Der Plüsch fällt natürlich vorne in der Mitte nicht zusammen und ich habe da ziemlich viel Gebamsel. Meint ihr ich sollte das noch mal ändern? Die Fäden für die Mitten sind noch drin. Ich weiß gerade nicht.

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Der Plüsch-Cardi über meinen Kleid-Fail getragen: das sieht leider nach Oma Brummelkamp aus.

Nix zu machen - so ziehe ich das nicht an.

Eventuell kürze ich das Kleid wieder. Aber was mir  noch besser gefällt wäre es auf Tunika-Länge zu kürzen und dann zur schwarzen Hose zu tragen.


Na ja, zu meinem Karo-Kleid finde ich, kann ich das Plüsch Ungetüm recht gut tragen. Werde es aber noch abfüttern müssen, sonst klebt es alles wie verrückt. Hier am Foto sieht man auch, dass das Kleid sich so zusammenwuselt weil der Plüsch es stoppt.


Ich mag den Rücken des Cardi - der Schnitt passt sich so schön an meine Lordose an.





So - jetzt habe ich nach langer Zeit auch mal wieder einen Blogpost raus. Und die Fotos schoss ich ausgerechnet an einem bad hair day und auch noch indoor, weil es draußen den ganzen Tag nur regnete.

Ich frag mich ja immer wie die anderen das alle machen:


Freitag, 7. April 2017

Schnittkonstruktion Kapuze an Wasserfall


Hier zeige ich wie ich die Kapuze an mein Wasserfall-Oberteil anzeichne. Es handelt sich um eine Konstruktion mit Rückenanlage.
Kein Hexenwerk und eigentlich schnell gemacht. :-)


Vielleicht mag jemand meine Konstruktionsschritte im Einzelnen verfolgen? Ich habe versucht alles mit ein paar Grafik-Dateien darzustellen.

Basis ist meine 'blaue Edition', ein Vorderteil mit Wasserfallauschnitt dessen Konstruktion ich  hier in diesem Post bereits zeigte.

Wir zeichnen zwei Hilfslinien (rot). Eine die parallel zur vorderen Mitte der Basis verläuft und eine weitere Parallele, die in etwa den Abstand hat wie hier in der Zeichnung.


Nun machen wir ein 'Rückenanlage'. Das bedeuet wir nehmen uns das Schnitttteil des Rückens und legen es an. Die äußeren Schulterpunkte des Vorderteils und des Rückenteils treffen aufeinander und das Rückenteil wird so zurechtgedreht, dass seine hintere Mitte parallel zu der Mitte des Vorderteils (unsere Hilfs-Parallele) verläuft. Die durchgezogene blaue Linie in der Zeichnung unten, ist dann die hintere Halsansatznaht der Kapuze.


Das einzige Maß, das ich für meine Kapuzenkonstruktion brauche ist die Kapuzenhöhe. Bei mir beträgt sie vom Schulterpunkt auf die Hilfslinie nach oben gemessen 35 cm.


Und schon geht es an das Auszeichnen der Kapuze!
Auch hier zeichne ich ein  Gerüst aus abgewinkelten Hilfslinien (rote Linien) - in der Grafik kann man erkennen welche Punkte und Linien für die Auszeichnung der Kapuze gesetzt werden.


Erlaubt es der Stoffverbrauch nicht die Kapuze an das Vorderteil anzuschneiden, kann man sie auch extra zuschneiden. Es bietet sich an die Naht entlang der angelegten Schulternaht des Rückens zu machen (die schwarze gestrichelte Linie).
Hier das fertige Schnittteil:


Soviel zur Konstruktion der Kapuze. Da ich nur für mich selbst nähe und keine Probenäherinnen einsetze für so ein selbsgebasteltes Modell kann ich nur mutmaßen, welche Stoffe sich am Besten zum Vernähen eignen.
Meine Version aus Lillestoff Jersey gefällt mit aber gut - ich freue mich, dass ich gar keinen Zug am Hals habe, weil der Wasserfallausschnitt von der Kapuze nach hinten gezogen würde.



verlinkt bei:

Lillestoff  und  Schnitt-Fest