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Samstag, 29. August 2015

Von Schnittmustern unabhängiger machen – macht jemand mit?



Wir, Mema und Immi, denken schon seit einiger Zeit darüber nach uns von Schnittmustern unabhängiger zu machen.

Viele neue unabhängige Schnittmusterverlage variieren Grundschnitte. Hin und wieder erscheinen fast identische Schnitte unter verschiedenen Namen bei unterschiedlichen kleinen Firmen. Wenn die Frau dann, wie Mema und Immi, keine Figur hat die nach der Schnittmusternorm proportioniert ist, dann braucht es viel Anpassungsarbeit um zu einem passenden Teil zu kommen.

Es ist möglich auf der Basis eines guten schlichten Schnittes ein Modell nachzuempfinden und am Ende weniger Anpassungsarbeit zu leisten. Manchmal ist uns das schon gelungen. Einige von euch haben gerade in der letzten Zeit auch Beispiele dafür gezeigt.

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Ansätze wie Hobbyschneiderinnen sich ihre Modelle anpassen. Es gibt den 2 D Schnitt mit dem man arbeiten kann, oder den Körper. Drapieren (Abstecken) oder Konstruieren (Arbeiten mit dem 2D Schnitt) - das sind die zwei Pole. Am Besten wäre natürlich man könnte beides! Aber doch hat jede Hobbyschneiderin ihre Vorlieben. Die meisten von uns nehmen sich Fertigschnitte und stecken an sich ab, um anzupassen. Wir wollen hier erstmals eine Aktion machen, wo das Arbeiten mit dem 2D Schnitt im Vordergrund steht und nicht das Abstecken.

Nun haben wir darüber nachgedacht, ob es wohl noch mehr Frauen gibt, die Interesse an diesem Thema haben und mit denen wir gemeinsam über die Blogs an unserer Unabhängigkeit arbeiten könnten.

Wenn ihr Lust daran habt, wie sieht genau euer Interesse aus? Habt ihr schon Erfahrungen mit der Schnittmodifizierung wie Abnäher verlegen oder aus zwei Schnittmustern eins zu machen? Gibt es Standardanpassungen die ihr immer macht? Arbeitet ihr nach einem individuellen Grundschnitt?

Bitte schreibt es uns doch als Kommentar. Was meint ihr, lohnt es sich dieses Thema gemeinsam anzugehen?

Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen

Mema und Immi

Kommentare:

  1. Hallo Immi,
    das ist ein interessantes Thema, das Du da aufwirfst. Ehrlich gesagt, bin ich dabei hingezerrt und hergerissen :-)
    Mir hat noch nie ein fertig gekaufter Schnitt gepasst. Schon gar nicht, als sich mein Auge schulte und Passformfehler genauer gesehen hat.
    Damals war ein Traum von mir, Grundschnitte nach Maß zu machen. Ich glaubte, wenn meine Körpermaße zugrunde liegen MUSS ein guter und passender Schnitt heraus kommen.
    Die Enttäuschung war groß, als dann noch ziemliche Anpassungen nötig waren.
    Der gleiche Traum ist auch beim Erlernen der BH-Konstruktion wie eine Seifenblase geplatzt.
    Dann habe ich mir die Craftsy-Kurse gekauft von Petty Palmer und Melissa Watson, in denen nach dem Papierschnitt angepasst wird. Was ganz gut funktioniert, auch mit Fertigschnitten.
    Für mich war es einfach wichtig, hinter das "Geheimnis" der Schnittkonstruktion zu kommen. Mit diesem Wissen kann ich heute auch Fertigschnitte gut anpassen.
    LG, Inge

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    1. Hallo Inge,
      nach Papierschnitt anpassen? Ich kann mir gerade nicht genau vorstellen wie das funktioniert. Muss direkt an das Hosenanpassungsbuch von Palmer/Pletsch denken.
      Finde interessannt was du von dir erzählst. Es ist halt in der Tat so, dass die Hobbyschneiderin schnell feststellen muss, dass auch ein nach Maß konstruierter Schnitt immer noch Anpassungen braucht. Und genauso richtig ist, dass allein das Wissen um die Grundzüge der Schnittkonstruktion viel helfen kann beim Schneidern.
      Aber inwiefern genau bist du "hingezerrt und hergerissen" ? Was meinst du genau?

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    2. Hallo Immi,
      die Anpassungmethode nach Palmer/Pletsch ist auch diese Apassungsmethode im Craftsy-Kurs. Melissa Watson ist die Tochter von Petty Palmer und ist in die Fußstapfen der Mutter getreten. Sie haben die Urmethode im Lauf der Zeit verfeinert und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
      Hingezerrt und hergerissen insofern, dass ich bei einem neuen Projekt einerseits immer versucht bin, einen eigenen Schnitt zu machen, dann aber aus Bequemlichkeit zusätzlich mit einem fertigen Schnittmuster liebäugel.
      LG, Inge

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    3. Die Tochter ist in die Fußstapfen der Mutter getreten: Das finde ich toll! :) Wird meine Tochter sichern nie machen.
      Auf jeden Fall interessant, das mit dem Papierschitt anpassen. Die Frauen von meinem Nähtreff machen das immer mit Folie. Da wird der Folienschnitt an den Körper gehalten, dann stehen die andern alle drum rum und prüfen und stecken und reden ganz viel durcheinander.... und nach 10min ist der Schnitt fertig angepasst. :-))
      Muss jetzt aber noch mal wieder nachfragen: Was wäre jetzt genau dein Interesse? Du bist hin- und hergerissen zwischen Fertigschnitt und eigener Konstruktion. Hast du denn einen guten angepassten Grundschnitt vorliegen? Oder ist es genau das was dir fehlt um Fertigschnitte schneller anpassen zu können?

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    4. Immi, das Anpassen geht sicherlich auch mit Folie. Hab ich aber selbst noch nicht ausprobiert.
      Im "Original" wird der tatsächliche Schnitt ausgeschnitten und dann angepasst. Ich zeichne mir den Schnitt auf Schnittpapier durch und mache dann die Anpassungen.
      Mir ist der Originalschnitt zu schade, um ihn zu zerschneiden. Es sind ja Mehrgrößenschnitte, die ich für meine Freundinnen und mich verwenden kann.
      Aber zu Deiner Frage: Ich habe sowohl für die Hose als auch für das Oberteil jeweils einen passenden Grundschnitt.
      Beide Schnitte sind nach Müller und Sohn gemacht. Es sind wirklich einfache Grundschnitte, die nach manigfaltigen Anpassungen jetzt passen.
      Wenn ich z.B. einen komplizierteren Mantel planen würde, würde ich vermutlich einen Fertigschnitt nehmen. Die Schnittkonstrukteure haben sich halt schon Gedanken
      gemacht, wie so ein Teil am besten zusammen passt. Mit meinem Mini-Wissen aus der Konstruktion würde ich diesen Fertigschnitt dann an meine Figur anpassen.

      Wie Du weißt, habe ich vor ein paar Jahren in der Nähfabrik den Workshop für die Konstruktion einer Hose gemacht. Das war mega anstrengend.
      Die Mädels, die die Figur nach Müller und Sohn hatten, hatten sofort einen passenden Schnitt. Die Mädels, die etwas außerhalb der Norm lagen, hatten enorme
      Passformprobleme.

      Mein Fazit ist, dass ein Schnitt nach eigenen Maßen nicht zwingend zu einem 100 %igen Ergebnis führt. Das muss man sich einfach vor Augen halten,
      wenn man mit dem Konstruieren beginnt, sonst ist der Frust vorprogrammiert. Ein Schnitt nach eigenen Maßen ist ein Gerüst, das nach und nach ausgebaut wir.
      Alles, was ich um das Konstruieren erlernt habe, möchte ich für kein Geld der Welt mehr missen. Das hat sich eine weitere Türe beim Schneidern geöffnet.

      Warum nicht auf das Material z.B. in der Nähfabrik zugreifen? Da gibt es eben diesen Hosen-Konstruktions-Workshop und dann noch eine Schnittaufstellung
      für ein Oberteil nach Müller & Sohn von Hajulina (Ina). Die sich daraus ergebenden Fragen könnten innerhalb Deiner Aktion besprochen werden.

      LG, Inge


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    5. Aha - du hast schon Grundschnitte vorliegen, das hatte ich auch vermutet. Habe so nachgehakt, weil ich die Kommentare hier auswerten möchte, wer mit welchem Interesse dabei wäre.
      Mema und ich überlegen noch, ob wir etwas machen und wenn ja was genau. Du sagst es ja selbst dass Konstruieren und/oder anpassen mega anstrengendend werden kann, von daher sind wir noch unschlüssig.

      Liebe Grüße
      Immi

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  2. Anonym8/29/2015

    Hört sich sehr gut an. Bin mir großem Interesse gerne dabei. Habe einiges an gute Lehrbücher in denen ich nachschlagen kann, wie es geht. Da dieses Thema aber höchst umfangreich ist, habe ich da riesigen Respekt vor und fühle mich durchaus auch überfordert. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dieses Thema angeht und man diese blöde Scheu verlieren kann.
    Liebe Grüße, Regi

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    1. Wir haben selbst riesigen Respekt - und zwar davor dieses Thema anzugehen. Wir können nicht voraussetzen das bei Euch ein passender Grudnschnitt vorliegt. Und Grundschittanpassen für 'Neulinge' das scheint uns im Sewalong zu schwierig. Also müssen wir gucken welche kleineren Vorhaben möglich bzw. von Interesse wären. Vielleicht verschiedene Ausschnittlösungen oder Abnäherverlegung eines vorliegenden Schnittes oder sowas.

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  3. Dabei werde ich gerne mitmachen, denn ich hab mich schon mal an eine einfache Schnittkonstruktion herangewagt - das schreit nach "mehr". Leider habe ich noch keinen guten Grundschnitt bzw. Grundschnitte, z.B. für ein Kleid oder Oberteil mit Wiener Nähten oder eins mit Abnähern. Ist es sinnvoll, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen? So ganz auf Schnittmuster verichten möchte ich auch nicht, davon habe ich soviele! Andererseits bewundere ich sehr die Schnitte von Studio Faro, z.B. diesen hier: http://studiofaro-wellsuited.blogspot.com.au/2014/06/pattern-puzzle-flare-and-gather-dress.html - Aber das ist wohl schon die Oberstufe. Vor Jahren gab es bei Butterick einen Retro-Kleiderschnitt (B6582) mit Raffungen an den Schultern und überkreuztem Vorder-Oberteil; diese Raffungen hätte ich gerne nachgemacht, mich aber nicht getraut. Der Kleiderschnitt selbst mit seinen Designlinien interessierte mich weniger (entschuldige bitte, Julia!) ich hätte einen einfacheren Schnitt genommen.
    Wie Du siehst, bin ich sehr interessiert, nur möchte ich nicht so gerne einen Sewalong- oder Challenge-Druck.
    Liebe Grüße
    Ilse

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    1. kein problem:-)
      vielelicht kommst du irgendwann auch selbst darauf:-)
      ich finde das wichtigsteist,und das egal, wonach man näht, dass die passform gut ist und dafür kein weg daran vorbei, als sich mit den probelmen auseinander zu setzen. denn sie werden einen verfolgen,auch wenn man die schnitte nach eigenen massen macht.


      aber ich wollte hier was anderes sagen...
      ich möchte, dass diesem mythos "studiofara" etwas von seinem glanz genommen wird und vom sockel runter schubsen.
      russen haben mehrfach diese skizzen getestet. es funktioniert kaum was so wie sie das erhofft haben, im sinne,dass modelle gut sitzen und so aussehen wie prototyp. es bedarf sehr viele korrekturen und zwar konstruktiver natur!

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    2. Liebe Ilse,
      dir geht das genau wie mir: Ich hab voll Bock auf das Thema aber gleichzeitig Angst vor Sewalong- oder Challenge-Druck. Was genau machen - das ist jetzt die Frage..

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    3. Liebe Julia,
      ein einfaches Design von der Anita von Studio Faro probieren - das wäre auch eine Idee. Hast du einen Link für uns, wo man die Tests der Russen sehen kann? Unlängst hat ja die Carolyn (handmade by Carolyn) ein Kleid nachgenäht. DAS jedenfalls fand ich toll!

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    4. das waren einige,aber ich finde jetzt nicht mehr,weil das thema "faro" da kein thema mehr ist:-)
      vielleicht durchsuchst du die mails, ich habe dir damals zumindest paar mal links geschickt.

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    5. P.S. ich habe grade mir das Kleid von Carolyn angeguckt.
      über passform sag ich liebe nichts.
      ich finde das ist wirklich ein pertfektes beispiel.
      Carolyn hat ein hübsches kleid genäht.
      doch wenn ich den prototypen anschaue, hat das Kleid von Carolyn nur im entferntesten mit original übereinstimmungen.
      ja, bestimmte elemente sehen so aus und ihre lage ist auch da,wo es vom ursprung gedacht war. doch das gesamtbild stimmt gar nicht. auch die passform lässt darauf schliessen,dass auch bei konstruktion alles nicht so ist,wie man es in der skizze interprätiert hat.
      gucke etwas genaue hin und vergleiche abschnitt für abschnitt.

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    6. Julia.
      o.k - ich brauch noch Zeit um die Quatlität der Studio Faro Schnitte beurteilen zu können. Aber auch unter Vorbehalt finde ich es Klasse, dass die Anita zusätzlich zu den Modellen den Weg der Kosntruktion vorstellt - und DAS macht mir oftmals Lust zu probieren - und genau DARUM soll es ja eigentlich hier im Thema gehen.

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  4. Anonym8/30/2015

    Guten Morgen ihr beiden,
    wenn ich Carolyns Studio Faro Schnitt richtig verstehe, dann hat sie eben keinen Faroschnitt gemacht / machen wollen, sondern sich die Umsetzung alleine ausgedacht und nur die Anregung aus ihrer Erinnerung an einen Beitrag dort genommen. Wie du geschrieben hast Julia, Faro und Carolin, dass sind Modelle die nur entfernt ähnlich sind. Die Passform ist verbesserungswürdig aber als Basis hatte sie einen für sich angepassten Burdagrundschitt. Insofern also kein gutes Beispiel dafür die Tauglichkeit der Faroskizzen überprüfen aber ein wichtiger Hinweis darauf, dass gut angepasste Grundschnitte bei der Umsetzung weiterer Arbeit bedürfen. Der Idee, dass ein Schnittmuster auf der Basis eines Grundschnitts einfach ein tolles Kleid ergibt ist leider eine "illusionäre Verkennung", dann kommt die "Bastelei".
    Aber mal so einen Farogrundschnitt wirklich prüfen, dass wurde mir auch Spaß machen. Dieser hier ( http://www.studiofaro.com/BlogRetrieve.aspx?PostID=521817&A=SearchResult&SearchID=54801758&ObjectID=521817&ObjectType=55 ) kommt mir da in den Sinn denn ich war gerade in einer Westwoodboutique und habe dieses Kleid im Original gesehen.
    Schönen Sonntag
    Mema

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    1. liebe Mema,
      ich will ja faro nciht schlecht reden.
      bloss von dem sockel runter nehmen und alles realtivieren.

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  5. Also ich würde mich über Tipps und Anregungen freuen. Ich kann zwar ganz gut Abnäher an genähten Stücken anbringen. Merke aber immer wieder, dass ich überhaupt nicht einschätzen oder herausfinden kann ob ein Schnittmuster für mich passt oder nicht. Die Angaben für die Abmessungen in den Tabellen, sind da oft finde ich wenig hilfreich. Also habe ich immer wieder das Gefühl es ist ein Glücksspiel für mich etwas zu nähen. Das macht dann oft keinen Spaß.
    lg
    Anja

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    1. Hallo Anja,
      tja... immer öfter klingt hier in den Kommentaren an, dass ein guter Grundschnitt benötigt wird. Du könntest deine Fertigschnitte im Vorfeld damit abgleichen, damit du sie besser einschätzen kannst. Leider, können wir hier aber keine Grundschnitt Konstruktionen vorstellen, wegen des allgegenwärtigen Copyrights. Und es kommt noch dazu, dass auch ein nach Maß konstruierter Grdschnitt immer noch angepasst werden muss.
      Aber wer weiß was wir am Ende machen... Tipps und Anregungen sind sicher dabei!

      Liebe Grüße
      Immi

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  6. Im Moment kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, wie diese Idee mit Leben gefüllt werden kann. Aber, wenn meine Fähigkeiten es zulassen, werde ich zu gegebener Zeit in das kalte Wasser springen. Mein Interesse ist erstmal groß :-) diese tolle Idee mit zu erle(b)sen.
    Wenn ich einen Grundschnitt oder einen gut sitzenden Schnitt habe, dann brauche ich die Anpassung an meine persönlichen Körperproblemzonen - da liegt m.E. die größte Schwierigkeit. Ich finde es immer toll, wenn da jemand ist, der das Fachwissen und den richtigen Blick hat und die Stecknadel in die richtigen Stellen steckt. Was den Grundschnitt angeht, ist ja auch nicht nur ein Grundschnitt, sondern einer für ---körpernah - locker - Oberteile - Rock - Hose - usw. Ich könnte mir gut vorstellen, das man Beispiele zeigt, wie man damit umgeht, wie man einen persönlichen Grundschnitt in tragbare Kleidung verwandelt.
    LG An Euch Beide!
    Birgit

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    1. Liebe Birgit,
      für das Fachwissen und den richtigen Blick gäbe es hier im Näh-Blogger-Land u.U. auch noch die ein oder andere echte Profi-Schnittfachfrau die die (virtuellen) Stecknadeln via Kommentarfunktion an die richtige Stelle steckt. Darauf hoffe ich zumindest. :)

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    2. Das wäre toll und ist es auch, denn ich habe es schon einmal erlebt, und die Hilfe von Julia - sewing galaxy - genossen. Aber eines ist auch gewiss, alles was wir nähtechnisch machen schult - unseren Blick, unsere Erfahrungen etc. Ich bin zwar (leider) oft auch etwas begriffsstutzig, aber ich freue mich auf das was kommt in dem, was Ihr Beide angestoßen habt :-)
      noch´n schönen Rest-Sonntag!
      LG Birgit

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    3. Mein Schnitttechnik-Mentor bei der Grundschnittanpassung war Heidi, alias 'stofftante' im Forum HS24. Man könnte sie hier sicher auch um Rat fragen!

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  7. Oh ; ihr habt ja Interessantes vor!! Das Thema würde mich freuen und ich würde gerne von Euch lernen.
    LG
    Christine

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  8. Ja, ich glaub auch das wird eine interssante Aktion!

    Liebe Grüße
    Immi

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  9. Das Gefühl, dass viele neue Schnittmuster nur kleine Variationen bekannter, einfacher Formen sind, habe ich auch zunehmend. Und deswegen kürzlich beschlossen, mich mit Schnittmustererstellung und -bearbeitung gründlicher zu befassen. Insofern: Klar - bei so einem Projekt würde ich gerne mitmachen. Im Austausch mit anderen macht das noch mehr Spaß (und weniger Frust). Was wäre denn euer genauer Plan? Vielleicht könnte man ja so eine Art Sammlung von Anleitungen zusammenbringen: so entferne ich Falten, so baue ich sie ein, so kann man Brustableger ein- und umbauen etc. Ich habe mir gerade die beiden Hofenbitzer-Bände gekauft und mir sind die Augen übergegangen, was da (theoretisch) alles möglich ist. Das Eine oder Andere zu testen, finde ich spannend!
    Ich bin neugierig, wie es mit dem Projekt weitergeht.
    LG Almut

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    1. Mema und ich haben unser Konzept besprochen und werden es in einigen Tagen vorstellen.

      Liebe Grüße
      Immi

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  10. Da habt ihr ein interessantes Thema gefunden, das mich auch immer wieder beschäftigt. Ich nähe zu 99% nach Burda-Schnitten. Im echten Leben trage ich Gr. 38/40. Bei Burda muss ich um die Hüfte rum eher Richtung Schnittgröße 42 denken. Manche Oberteile passen wie angegossen, manchmal sind mir die Schultern zu weit... Anpassungen im Papierschnitt habe ich bisher eigentlich nur dahingehend gemacht, dass ich die Schnittlinien im Hüftbereich in Gr. 42 genommen habe, statt wie im restlichen Schnitt in Gr. 40. Die eigentlichen Anpassungen nehme ich überwiegend an meiner Puppe vor, die auf meine Maße eingestellt ist.
    Mein Traum wäre ein Hosenschnitt. Ich würde sofort einen Kurs zur Schnittkonstruktion besuchen, wenn es den hier vor Ort gäbe. Ich glaube letztlich geht es um ein Verständnis von 'Volumen', geometrischen Formen, oder?
    Ich habe auch schon mit einer Schneiderin gesprochen, die mir für 30 bis 40 Euro einen Hosenschnitt konstruieren würde. Aber sie meinte in unserem Gespräch, dass letztlich auch dieser Schnitt je nach verwendetem Stoff wieder anzupassen wäre. Daher stellt sich für mich die Frage - gibt es DEN Schnitt überhaupt? Ist es nicht auch im Schneiderhandwerk so, dass am "lebenden" Objekt angepasst werden muss? Um besser zu verstehen, wie man hier vorgeht, habe ich mir das Buch "Der große Fotoguide für die perfekte Passform" von Sarah Veblen zugelegt. Das finde ich recht interessant und dank der vielen Bilder gut nachvollziehbar.

    Ich finde eure Idee des Austauschs sehr gut und wäre - soweit es zeitlich für mich machbar ist - gerne dabei.

    Viele Grüße
    Friedalene

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    1. Hallo Friedalene,
      mein erster Rat an dich, die du sehr gern eine Hose nähen möchtest, wäre den Schnitt von einer gut sitzenden gekauften Hose abzunehmen, um den dann nachzunähen.
      Die Schneiderin die dich beraten hat muss gut sein, denn ihr Einwand dass auch eine nach Maß gefertigte Hosen noch angepasst werden muss ist absolut richtig.

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    2. Liebe Immi,
      Danke für den Tipp. Du hast mich tatsächlich auf eine Idee gebracht. Eine meiner Lieblingshosen ist mittlerweile ziemlich verwaschen und in der Öffentlichkeit nur noch bedingt tragbar. Die werde ich jetzt mal auseinandernehmen und versuchen, ob daraus ein Grundschnitt werden könnte.
      Viele Grüße
      Friedalene

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  11. Hallo Ihr Lieben,

    das ist ein super spannendes Thema. Ich bin ja sehr neidisch auf all die Frauen, denen in den Läden oder bei Schnittmustern die Standardgröße passen. Ich gehöre leider nicht dazu! Aber genau deshalb nähe ich: ich habe angefangen mit kleinen Anpassungen, also Abnähern, Träger kürzen, etc. Inzwischen nähe ich das meiste meiner Kleidung selber (alles außer Jeans...), zum Teil Frei Schnauze, zum Teil nach Schnittmustern, dann meist ein Mix aus zwei bis drei Größen... und ja, ich nehme soweit wie möglich bereits Anpassungen auf dem Papier vor - aber z. B. Abnäher stecke ich direkt an mir ab.
    Und ja: ich würde mich über Austausch und Wissen zu dem Thema freuen.
    Liebe Grüße, Melanie

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    1. Ja, Mema und ich sind ja auch Frauen denen die Standardgrößen der Konfektion nicht passen, weshalb uns dieses Thema am Herzen liegt.

      Vielen Dank für deinen Kommentar!

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  12. Genau diese Gedanken sind durch meinen Kopf gegangen. Schon vor Monaten. Meine Ideen waren auch ziemlich konkret und auch Skizzen hatte ich damals schon gemacht.

    Was hatte ich vor?

    Die erste Idee war, ein Buch herauszugeben. Ein deutschsprachiges Buch nach einem Baukastensystem für Kleider, einige verschiedene Oberteile und verschiedene Rockformen. Ja, ich weiß, das gab es schon in diversen Schnittmusterheften (zuletzt in der aktuellen Knipmode) und auch in Buchform.
    Was es bisher meines Wissens noch nicht gab ist eine Verknüfung dieses Baukastensystems mit einem eigenen Maßschnitt.

    Nun wird es knifflig. Im vergangenen Herbst organisierte FrauCrafteln den Hosenherbst. Damals habe ich für mich einen eigenen Hosenmaßschnitt hergestellt, der mindestens so gut paßte, wie ein Kaufschnitt. Ich habe keine "Problemfigur", meine Maße passen exakt in die Burda-Maßtabelle, sogar die Körpergröße von 1,68m kommt hin. Lediglich das Hohlkreuz muß ich ausgleichen.
    Was aber, wenn jemand kleiner oder größer ist, was , wenn die Maße weit von der Tabelle abweichen? Richtig, dann muß viel geändert werden. Hier wäre doch ein einmal erstellter gut passender Schnitt sehr von Vorteil und eine gute Hilfe. So denke ich.

    Es sollten einige Grundschnittvarianten erstellt werden, die man dann beliebig miteinander kombinieren kann.
    Selber rechnen und eine Maßzeichnung herstellen . Dann das Ganze unter Zuhilfenahme von Rasterpapier das Ganze auf "Echtgröße" bringen.

    Mein Vorhaben hatte ich mit einer Bekannten besprochen (ohne Nähblog). Sie ist von Beruf Schnittkonstrukteurin....sie fand die Idee gut. Nur leider hatte und hat sie keine Zeit, mich hier zu unterstützen, denn als Selbständige mit einem Bekleidungsgeschäft und einer Änderungsschneiderei findet sie keine Zeit für so etwas. Gut, ist akzeptiert.

    Die zweite Idee war, dann wenigstens in kleinerer Variante einen sew-along zu organisieren. Bei dieser Idee blieb es dann aber, denn bisher fehlte mir die Zeit udn auch die nötige Gelassenheit, um mich nochmals konkret damit auseinanderzusetzen

    Vielleicht, liebe Immi, liebe mema, könnt ihr diese gedanken irgendwie mit verwerten.
    Ich selbst bin ja auch "nur" eine Hobbyschneiderin, die sich ihre Kenntnisse im Laufe des Nählebens nach und nach angeeignet hat.
    Wenn ich in der Lage bin, will ich euer Vorhaben gerne unterstützen und bin gespannt, wie es nun weitergeht.

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    1. Hallo Susan,
      vielen Dank für deinen Kommentar, dass du uns von deinen Gedanken zum Thema berichtet hast. Das wird alles mit verwertet! ;)
      Einen Sewalong möchten wir hier allerdings nicht machen. Mema und ich möchten hier lediglich eine Art Forum zu dem Thema eröffnen, gemeinsam dazu kleinere Projekte verwirklichen u. euch zum Mitmachen anregen.

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  13. Schöne Idee. Grundsätzlich benötigen wir je Kleidungstück ein Grundschnitt.
    Ich habe damit auch schon etwas angefangen. Ein schlichtes Etuikleid. 2 x genäht mit unterschiedlichen Halsausschnitten.
    Also wie ein Maßschneider, der aus einem Basisschnitt immer wieder aus unterschiedlichen Stoffen, Farben, kleinen Änderungen (Ausschnitt, Armlänge, Ärmel) immer wieder ein neues Kleidungstück für die jeweile Jahreszeit nähen kann. Das ist auch mein Ziel. Aber ich bin zu Faul und habe im Grunde kaum Zeit Schnitte selbst zu entwerfen. Ich wähle daher ein Basisschnitt von Burda für mich schon fertig in Kurzgröße, aber passe dieses meiner Körperstucktur an. Das Etuikeid ist im Grunde nicht schlecht, aber es sind noch Kleinigkeiten zu ändern. Irgendwie habe ich ein Loch zwischen Brust und Schulter, als würde es mir an Brustfülle fehlen.
    Auch ein Hosenschnitt, ich trage gern Jeansstil, also nur ein Grundschnitt in Jeans. Blazer und Hembbluse. Das werden meine 4 Grundschnitte. Da der Herbst naht und ich kann die tief ausgeschnittenen Jeansschnitt im Geschäft nicht mehr sehen, ist ein Jeansschnitt mein nächstes Projekt. Es wird sicher echt Zeit brauchen, da sich je nach Stoff auch die Schnitte etwas angepasst werden müssen. Zu Elastisch, kein Elasthan, macht schon viel aus. Einfach ist es nicht.
    Wenn jemand aber gern Trends folgt, die auch viel mit Schnitten zusammen hängt, ist es sehr sehr Zeitraubend, das die Trends einfach schneller sind als die Schnitt anpassung. Sicher ist es gut ab und zu ein Trendigenschnitt zu nähen, aber als Basis geht es nicht gut. Aber ein Basis-Grunschnitt für Bluse kann immer sich dem Trend schnell anpassen, Stehkragen, Schluppe, runder Kragen, farblich abgesetzt, breite Manschetten, das sind Kleinigkeiten die sich schnell austauschen lassen. Bei Hosen wäre es ähnlich. Marlene, Schlag, Karotte.... alles am Bein, auch oben mit ohne Taschen, usw. aber ich mag die Stoffhosen nicht. Dann lieber Baumwollsatin in Jeansschnitt :) Bin ja so gespannt auf euer Vorhaben. Drück die Daumen, dass es gut klappt, was ihr euch so vorgestellt habt. LG Anita

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    1. Also Anita: Wenn du eins nicht bist dann faul!!! Das ist das erste was mir zu deinem Kommentar hier einfällt! ;)
      Du hast einmal die Schnittanpasserei so schön als 'Anpassungs-Yoga' bezeichnet. Diese Wortschöpfung gefällt mir so gut, weil sie das beschreibt was wir ja letztlich alle betreiben, nämlich das Abstecken am Körper beim probieren. Und doch kommt die Hobbyschneiderin je mehr sie näht und ihre Erfahrungen macht, irgendwann dahin dass sie erkennt, dass eine Arbeit am Schnitt bzw. mit Grundschnitten hilfreich sein kann - da bist du das beste Beispiel dafür, die du schreibst du brauchst Basischnitte damit du den Trends schneller fogen kannst.

      LIebe Grüße
      Immi

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  14. So, jetzt habe ich mich eingelesen und bin begeistert. So weit, so gut!

    Du und Mema habt nach unseren Interessen gefragt. Natürlich habe ich großes Interesse an einer Grundschnittentwicklung, allerdings interessiert mich vielmehr die "richtige" Passform. Häh - was meint sie jetzt denn nur? Grundschnitt bedeutet doch "gute Passform"!
    Mich interessieren hauptsächlich Oberteile. Zum Beispiel würde ich gerne wissen, wie nah sich ein Abnäher dem Brustpunkt nähern darf, wo der vermaledeite, mysteriöse Schulterpunkt liegt oder wie breit die Schultern insgesamt sein dürfen. Gibt es dafür Regeln und wie sinnvoll ist es, diese anzuwenden?

    Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mein Körper ist rund und Abnäher sind seine besten Freunde. Ja, dadurch sehen aber alle meine Kleider gleich aus. Das ist irgendwie langweilig und frustrierend! Mich würde daher auch sehr interessieren, wie ich die Design-Schnittlinien auf mein Projekt übertragen kann, damit mal etwas "Neues" entsteht. Oder ist das ab einer gewissen Größe gar nicht mehr möglich? Entweder modern und passformunsensibel oder reizlos und passend?
    Boah, so viel Text.

    LG Martina

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  15. Hallo Martina,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Dich interessieren Oberteile - o.k.
    Mema und ich sind natürlich keine Experten oder Lehrer, aber vielleicht können wir alle hier gemeinsam ein bisschen weiter kommen in der Sache. Ich könnte mir zum Beispiel auch gut vorstellen, dass wir genau die Fragen die du hier formuliert hast gemeinsam bei dir auf dem Blog besprechen.
    Du könntest einen entsprechenden Post verfassen den du dann hier verlinkst. Manchmal hilft es auch schon wenn man das überhaupt erstmal ausspricht was man eigentlich immer schon wissen wollte.

    Liebe Grüße
    Immi

    Ps1: Der Schulterpunkt sitzt genau auf dem Kugelgelenk d. Arms.
    Abnäher enden meist c.a. 1,5-2cm vor dem Brustpunkt würde ich sagen.
    Schulterbreite ist Geschmackssache und modell-abhängig. Im Grdschnitt geht die Schulter aber genau v. Halsansatz bis zum Kugelgelenk

    Ps2: Deine Fragen im letzten Absatz deines Kommentars zielen auf das Silhouettenthema ab, welches wir Ende Dezember bersprechen wollen. Aber natürlich darf es hier auch ein bisschen kreuz und quer gehen würde ich sagen.

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    1. Vielen Dank für deine Antworten.
      Ich überlege, ob ich "stark" genug bin, mir persönlich helfen zu lassen. (Bin da ein bisschen komisch. Manche nennen es auch fehlendes Selbstbewusstsein. Allein der Gedanke, jahrelang in schlecht sitzender Kleidung durch die Gegend gelaufen zu sein, bereitet mir Magengrummel. Denn ich nähe schon lange und glaube (hüstel), dass ich das gar nicht so schlecht mache. Ja, und dann kommt die große Erkenntniskeule! Arghhh. Aber mich interessiert das Thema brennend und da muss man halt mal über seinen Schatten springen!)
      Dass Ihr Ende Dezember das Silhouettenthema aufgreifen wollt, habe ich wohl überlesen. Sehr, sehr spannendes Thema!
      LG Martina

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    2. Martina,
      ach was - häng das jetzt mal alles nicht so hoch, sonst kriege ich auch noch Angst! ;)
      Jeder kann auf deinem Blog sehen wie gut du nähst, was soll da für eine Keule kommen?

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    3. Nein, ich wollte keine Angst verbreiten und vielen Dank für deine aufbauenden Worte.
      LG Martina

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