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Sonntag, 2. März 2014

Nix für Lemminge - from a far away place - Finale


Kein Output!

Alexandras 1. Challenge im Rahmen der 'Nix für Lemminge' Aktion ist beendet und ich habe mein Kleid nicht genäht.
Aber ich habe meine Probe fertig und bin jetzt mit der Silhouette (fast!) zufrieden.

Und das  ist ein schönes Gefühl! 


 Nachdem ich den Burda-Vintage Schnitt für mich angepasst hatte (s. vorheriger Post) habe ich die Abnäher so verlegt, dass sie wie beim Anna-Dress erscheinen, als Falten unter der Brust.


Bezüglich des Armlochs habe ich gelernt wie es verlaufen sollte nämlich ab Schulter möglichst im rechten Winkel. Dieses Foto ist eines, das ich gemailt habe als ich per Mail über die Konstruktion diskutiert habe.


Und um den Rock passend zu bekommen, habe ich einen Bleistift genommen (rote Linien), den ich aufgedreht habe und bei dem ich die Abnäher so verlegt habe, dass sie mit den Abnähern des Oberteils zusammentreffen.


Für die Taillenlinie musste ich noch ein Stück dazwischensetzen. Um die Form dieses Teils zu bekommen habe ich einen ältere Probe hervorgeholt und deren Schnittteil verwendet und dann auch wieder den Formstreifen so verändert, dass ich einen Abnäher bekomme dort wo die Teilungsnähte des Rockes sitzen.


Hier noch mal der Vergleich der Enwicklung der Proben:



Was hat mir persönich diese Challenge nun für meine eigene Näherei gebracht?

Das kann ich euch sagen:
Nie wieder werde ich einen Modellschnitt von woher auch immer zuschneiden!
Für mich ist es der schnellste und beste Weg über Grundschnittkonstruktionen, Modelle nachzukonstruieren.
Gerne lasse ich mich von Schnittmusterheften oder Schnittherstellern aus aller Welt inspirieren, aber Modellschnitte nach Größentabellen  sind für meine Figur nicht zu gebrauchen.



Ein dickes Dankeschön nun aber, an die Regie von 'Nix für Lemminge'! Tolle Sache das! :-)
Guckt auf den Blog von Alexandra zum Abschluss!
Tipp:   Aktuell ist auch schon  die nächste Herausforderung für alle Wagemutigen 'Nicht-Lemminge' ausgeschrieben worden.


Kommentare:

  1. Wow, hast du dir eine Arbeit gemacht!
    Ich hoffe du nähst, nachdem du so einen tollen Schnitt erstellt hast, dein Kleid noch. Ich bin doch soooo neugierig.

    Liebe Grüße

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  2. Liebe Immi,
    irre was du dir für eine Arbeit machst, das wäre nicht für mich.
    Ich greife gerne zu bewährten Schnitten, die man evt. etwas abändern kann.
    Bin sehr gespannt ob du dein Kleid nach deinem Schnitt nähst!!
    eine gute Woche wünscht
    Christine

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  3. @Katrin und Christine:
    Meine Arbeit hier war Investition! Habe jetzt zwei neue passende Bodice-Grundschnitten (habe 5kg zugenommen) und einen Grundschnitt für einen Maxi-Rock Und nächstes Mal geht es schneller, denn aus Erfahrung werde ich klug!
    Klar nähe ich das Kleid nach diesem Schnitt. Aber ich glaube erstmal muss ich eine Hose oder ein paar Jerseyteile dazwischen schieben.
    Liebe Grüße

    Immi

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  4. Ich verstehe ganz gut, was du meinst. Auch mir scheint es einfacher vom gut passenden Grundschnitt auszugehen, als immer wieder ein neues Schnittmuster anzupassen, vor allem, wenn man so wie ich meistens nur ein Exemplar eines Kleidungsstücks fertigt. Aber so einfach ist das auch nicht, und hier meine ich nicht das Fertigen eines Grundschnitts, sondern insbesondere die Grundschnittmanipulation. Ich glaube, es erfordert viel Erfahrung Muster, Stoff und Schnitt in Einklang zu bringen. Und ich denke auch, dass viele von den Designersachen durchs Drapieren kreiert werden. Für diese Technik braucht man aber ein genaues Abbild seiner selbst.
    Ich hoffe du nähst bald das geplante Kleid. Es wäre schade, wenn die viel Arbeit "umsonst" wäre.
    Liebe Grüße
    Yvonne
    PS. Ich hoffe, dass du jetzt auch in Bielefeld bist. Es wird zeit, dass wir uns endlich kennenlernen! :-)

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    1. Drapieren oder konstruieren - gurndsäzlich bin ich mehr der Typ der konstruiert.
      Woher soll ich auch Erfahrung im Abstecken haben, wenn ich nur für mich selbst nähe und auch keine Bodyform habe. Der Wunsch nach einem Clone wird zwischendurch immer mal wieder sehr dringend. Schade, schade auch, dass die Technik mit dem 3D drucken noch nicht so weit ist. DAS wäre schön, wenn wir uns nur scannen lassen müssten und dann gedruckt werden könnten. :)
      Also den Ehrgeiz das Handwerk weiter zu lernen habe ich wohl, aber das mti dem Designen steht dann auch noch wieder auf einem anderen Blatt geschrieben. Leider habe ich nur mit Christian Dior zusammen Geburtstag und nicht mehr.
      Ob ich das Kleid bald nähen werde? Ich weiss nicht - auf jeden Fall möchte ich mich bald endlich mal mit CAD Schnittkonstruktionen beschäftigen. Deshalb plane ich dieses Jahr keine anpsruchsvollen Sachen zu nähen.

      Liebe Grüße
      Immi
      (die leider nicht in Bielefeld sein wird - schade!)

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    2. Oh, CAD Schnittkonstruktion interessiert mich auch sehr! Wirklich schade, dass du nicht planst nach Bielefeld zu kommen. Du könntest dir es noch überlegen, Zeit wäre noch genug!

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  5. Eigentlich mache ich es inzwischen auch so, dass ich nur noch 3-4 Grundschnitte benutze und dann abwandle. So wie bei meinem Hausmantel, dessen Grunlage ein Blusenschnitt war, den ich schon vor über zwanzig Jahren gern genommen habe. Den Schnitt selbst habe ich gar nicht mehr, sondern habe ihn für den Hausmantel von einer der alten Blusen abgenommen. Und auch von gut sitzenden Röcken nehme ich die Schnitte ab und verwende sie wieder. Am meisten lerne ich dabei, wie wichtig die richtige Stoffwahl ist. Auch ein erprobter Schnitt kann ja mit dem falschen SToff komplett daneben gehen. Gerade versuche ich, gut sitzende Hosen zu vervielfältigen, das ist aber noch einmal viel schwieriger. Du bist ja schon so ins Detail gegangen, toll. Für die Zukunft hat sich die Aktion bestimmt gelohnt.

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    1. Dein Hausmantel ist auf jeden Fall ein tolles Designerstück geworden!
      3-4 Grundschnitte sagst du - also ich möchte gern eine ganze Armada von Grundschnitten, für jedes Modell den richtigen . Und dann sollten es nicht nur 'normale' Schnitte sein, sondern Schnittmakros, also Dateien die mir nach jedem beliebigem Masssatz den Grundschnitt generieren, so dass ich zunehmen oder abnehmen kann und den SChnitt trotzdem safe habe. Tatsächlich überlege ich aktuell ob ich mich in ein CAD Programm welches dann auch solche Makros könnte (PatternMaker) noch einarbeiten möchte, oder ob das für mich als ambitionierte Hobbyschneiderin doch 'too much' wäre.
      Die Sache mit dem Gesamtkonzept, wozu ja auch die richtige Stoffwahl gehört, überlasse ich allerdings lieber den Designern, indem ich plagiiere oder den Vorschlägen aus dem Burda Heft beispielsweise folge.
      Was meintest du jetzt, wo ich ins Detail gegangen bin und was sich für die Zukunft gelohnt hat? Meintest du die Hosen? Ja, das stimmt, da habe ich zumindest einen Plan! :)

      Liebe Grüße
      Immi

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  6. Wow, was für eine Disziplin und Perfektion bis zur Dokumentation. Lohnt sich bestimmt alleine wegen den geschilderten Erfahrungen. Selbst bin ich zugegeben für solch eine Vorgehensweise zu ungeduldig. Auch ich nehme ein passendes Kleidungsstück als Vorlage und wandle ab.
    Wäre schön, irgendwann das Kleid mit dem ausgangs vorgesehenen Stoff und endgültigem Musterverlauf zu sehen.
    LG Ute

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    1. "Disziplin und Perfektion bis zur Dokumentation" ... na ja... was soll ich denn machen wenn die Schnitte nicht passen? Nützt ja alles nichts. Udn was die Dokumentation betrifft, wenn ich weniger gequatscht und gemailt hätte und nicht auch noch das mit der Bildbearbeitung ausprobiert hätte hier bei NfL - dann wäre ich ja vielleicht sogar fertig geworden mti dem Kleid.
      Was dich betrifft bist du mit deiner Methode des Abwandelns auf jeden Fall erflogreich gewesen! Jetzt bin ich nur noch gespannt wie deine Jacke getragen aussieht!

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  7. Hallo Immi: Dein Fazit gefällt mir. Und super deine Darstellung der Veränderungen. Ich kann das so zweidimensional (noch) nicht. Ich drapiere an der Puppe. Ich muß es räumlich vor mir sehen. Und dann ist zwar am Probeteil immer noch zu frickeln, aber das ist für mich der sinnigere, weil sinnlichere Weg. UND: Ich bin seehr gespannt auf das Kleid.

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    1. Sinnig und sinnlich - das ist ein gutes Motto! :)

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  8. Puh - welche Arbeit. Aber es lohnt sich doch, beim Probekleid "pingelig" zu sein. Dann macht das richtige Nähen nachher mehr Spaß! Hattest Du eigentlich gestern abend nicht noch andere Fotos drin?

    Mit Interesse hab' ich Deine Ärmelausführungen gelesen. Genau wegen dieser Falten hatte ich meinen angeschnittenen Ärmel wieder abgeschnitten. Welche Lösung hast Du letzten Endes gewählt?

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    1. Ja, ich habe heute morgen die Post-Bilder noch mal editiert.
      Mein Ärmel wird noch ein bisschen kürzer wie bei dieser letzten Probe, also noch c.a. 2cm Verkürzung am äusseren Schulterpunkt. Der Armausschnitt wird dann im 90° Winkel von nach unten zur Seitennaht geführt und es ensteht eine fast gerade Linie. Bei dir handelt es sich aber um ein 'romales' Armloch und nicht um eine verbreiterte Achsel, oder? Wie auch immer... du machst das schon nach Bauchgefühl.

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    2. Ja, ich hatte Gott sei Dank die Linienführung des normalen Armloch aufgezeichnet und entlang dieser Linie den angeschnittenen Ärmel wieder abgeschnitten.

      Ich denke mein Stoff reicht noch, um Deine Ärmelführung - also so eine Art verbreiterte Schulter? - mal auszutesten.

      Interessant finde ich auch, dass Du ebenso einen großen seitlichen Brustabnäher brauchst wie ich (nach meinen Schnittanpassungen hatte ich den sowohl beim Chima-Oberteil als auch bei einem Etuikleid), und Deine Taille liegt wie bei mir sehr hoch. Besteht zwischen hoher Taille und großem Brustabnäher von der Seite ein Zusammenhang?

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    3. Wenn du magst kannst du mich anmailen (immi.meyer@gmx.de), habe gestern eine Kopoe für dich gescannt aber deine Adresse nicht gefunden.
      Den seitlichen Brustabnäher habe ich beim zweiten Probemodell allerdings wieder unter die Brust gelegt... der ist also wieder weg, weil ich doch den Anna-Dress Look wollte mit der Weite im Armlochbereich.
      Nee, zwischen hoher Taille (betrifft die Längenproportionen) und Weite des Brustabnähers besteht keine Zusammenhang.

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