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Sonntag, 5. Januar 2014

Nix für Lemminge 1 - From a far away place


Nix für Lemminge - Design it yourself - Heute geht es los!

Um ehrlich zu sein, ich bin ein wenig erschöpft von dem gerade fertiggestellten Missing Link SWAP 2013 und meine Zusage zur Teilnnahme bei dieser Aktion war von Anbeginn eher zögerlich.
Aber die Ausschreibung für die erste Etappe der Design Challenge von Alexandra kommt mir ein wenig entgegen...
 Ich zitiere:
"Wir entwerfen und nähen ein “Outfit”, das von einer spezifischen, selbst gewählten nicht-europäischen Silhouette inspiriert ist. Bis zum 28.02.2014 entsteht ein Kleidungsstück / oder eine Kombination von Kleidungsstücken, die die Essenz und einzelne Elemente der ausgesuchten fremden Silhouette in unser Hier und Jetzt übersetzen."

... habe ich doch ohnehin einen Vlisco Afrika Stoff im Lager den ich demnächst vernähen wollte.


Aber schaffe ich es die 'Essenz' der nicht europäischen (afrikanischen) Silhouette ins Hier und Jetzt zu übersetzen? Vor allen Dingen frage ich mich ob ich es schaffe, die fremde Silhouette an meine Figur (deutsches Brauereipferd!) zu generieren?
 Damit ich keine Schrankleiche produziere, möchte ich Kompromisse eingehen. Soll heißen ich verwende meinen Afrika-Stoff aber das mit der nicht europäischen Silhoutte schiebe ich etwas bei Seite. Ich hofffe Alexandra wirft mich nicht aus der Challenge und sagt:  Thema verfehlt = ungenügend.

Bei meiner Recherche im Netz bin ich nun auf die nigerianische Mode Designerin Amaka Osakwe gestossen.
 Insbesondere die Maki Oh Ready to Wear Kollektion vom Herbst 2013 wirkt sehr inspirierend auf mich. Allerdings bräuchte ich noch einen Uni-BW Stoff als Ergänzung zu meinem Vlisco.
 Ich  könnte mir ein Kostüm wie dieses hier nähen? Mir gefällt die Silhouette!

maki-oh Beispiel1

Oder ich wähle eine einfachere  Variante und mache ein schlichtes Top plus Hose? Auch auf jeden Fall tragbar!

maki-oh, Beispiel 2

Zwar habe ich grosse Lust auf einen Hoesen Outfit im Sinne eines Anzugs aber ich fürchte, dass es an mir dann eine 'Schlafanzug-Gesamtwirkung' gibt!

maki-oh, Beispiel3

Oder ich mach ein Kleid mit einer kurzen Jacke drüber... oder eine Hose mit Top und einer Longjacke??? Wie man sieht habe ich noch gar keine richtigen Plan und es ist noch alles drin! Immer diese Entscheidungen! Mir schwant dass ich gerade schon wieder auf dem besten Wege bin mit hier zu viel vorzunehmen. :)) HILFE!



Und jetzt rate ich Euch unbedingt hier:

bei Alexandra auf dem Blog die Verlinkungen der anderen Teilnehmer zu verfolgen. Sehr interssant wo die Reise  jeweils hingeht!


Kommentare:

  1. Wow, tolle Musterkombinationen bei der Designerin - ich finde das Vierte Model am besten. Die Schulterpartie finde ich schön beruhigend zu dem sonst doch sehr musterreichem Kleid. Bei Deinem Stoff fände ich auch Richtungsänderungen im Muster spannend!

    ich freu mich drauf! :)

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    1. Jaaa... das vierte Modell, also dieses lilane mit den abgesetzten Schulterpatien mag ich auch sehr, sehr! Aber es funktiniert an meiner gedrungeneren Figur nicht, auch die Länge geht bei mir nicht.
      Richtungsänderungen im Muster? Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht!

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  2. Die Designerin, die du aufgetan hast, hat wirklich schöne Sachen. Ich könnte mir auch sowas wie Look 10 oder Look 16 vorstellen, also eine Jacke (kürzer oder länger) aus dem Vlisco-Stoff und dazu eine etwas neutralere Hose oder Rock. Das Kostüm auf deinem ersten Bild finde ich aber auch toll. Bei dem rosa Hosenensemble, das du hier zeigst, hätte ich auch die Befürchtung, dass es wie ein Schlafanzug wirkt. Der Afrika-Stoff ist ja wahrscheinlich auch ziemlich steif - und daraus dann eine Bluse zu nähen ist wahrscheinlich problematisch.
    Die traditionellen Kleider aus den Wachsbatik-Stoffen sieht man hier ab und zu auf der Straße, wenn die Trägerinnen zu irgendwelchen Festivitäten unterwegs sind - das sind nie zierliche Elfen, die das tragen und es sieht wirklich toll aus, aber es ist definitv keine Alltagskleidung sondern ein Äquivalent zum Abendkleid. Ihc bin jedenfalls gespannt, was du aus dem Stoff machst, und was mich betrifft finde ich es völlig OK, wenn du bei der Silhouette Abstriche machst - ich werde mir auch kein Kleid mit Kräuselung über der Brust nähen.

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    1. Mein Stoff ist ganz weich und kein bisschen steif! Es ist ein Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr. :)
      Look 10 und Look 16 gefallen mir auch besonders gut. Aber ich kann mich im Moment für gar nichts entscheiden und muss erst mal drüber schlafen. Auch habe ich noch war anderes in Arbeit und ich bin Eine die sich immer nur auf eine Sache zur Zeit konzentrieren kann.

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  3. Der Stoff ist toll! Ich bin ja der Tage auch in dieses Kaninchenloch namens Vlisco gefallen. Da wird demnächst garantiert eine Bestellung hingehen. Und die Frage, wie frau denn nun die fremde Silhouette an die eigenen Körperlichkeit anpaßt, stellt sich mir auch. Eins zu eins soll's ja eh nicht sein. Bin also gespannt, für was welche Kleidungsstücke Du Dich entscheidest.

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    1. Gerade habe ich gedacht ich könnte was gewickeltes machen. Eine Lucretia aus Webstoff wollte ich auch immer noch machen. Bin selbst gespannt auf das Projekt... und nicht nur auf meine eigenen Fortschritte! :)

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  4. Mist, mein Kommentar ist scheinbar im Nirwana verschwunden.

    Soweit ich das verstanden habe, geht es ja nicht darum, blind ein traditionelles außereuropäisches Kleidungsstück zu produzieren, sondern vielmehr um den Transfer. 81gradnord hatte da den genialen Ansatz, den traditionellen Halsschmuck der Massai in eine extravagante Kragen- oder Ausschnittlösung zu transferieren.

    Und Mode unterliegt nun mal dem Wandel der Zeit, sieht man auch schön den wunderbaren Sachen Deiner afrikanischen Designerin. Oder im asiatischen Raum am heutigen "typisch asiatisschen" Quipao, das aber relativ jung (1920-1950) und dem westlichen Stil angepaßt ist. Der traditionelle Ursprung liegt aber im Cheongsam, einer ganz und gar nicht körperbetont geschnittenen Tunika.

    Also, nur Mut - vermutlich muss man die Silhouette auf sich wirken lassen und dann entscheiden, was davon den Stil des jeweiligen Landes ausmacht. Evtl. sogar losgelöst von Farben u.ä. Eindrücken?

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    1. Interessant was du da erklärst! So ein chinesisch anmutendes Kleid habe ich mir sogar bereits einmal genäht (es passt aber nicht mehr) aber die Begrifflichkeiten 'Quipao' und 'Cheongsam' kannte ich nicht!
      Das mit der nicht europäischen Silhouette finde ich erhlich gesagt (auch ganz allgemein) den am schwierigsten zu verwirklichenden Part an dieser Aufgabe. Das mti den Farben finde ich einfacher.

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    2. Danke, wußte ich bis vor kurzem auch nicht!

      Farben sind auf jeden Fall einfacher, und ich glaube auch, dass sie unabdingbar zur Silhouette dazugehören, um den Stil, Flair und den Ausdruck der fremdländischen Kleidung authentisch rüberzubringen. Trotzdem sich die Silhouetten der Erdteile ähneln - bayerische Dirndlkleider z.B. sind ähnlich bauschig wie der, die das ? Chima der koreanischen Tracht, nur die Taillenlinie liegt an gänzlich unterschiedlichen Punkten - haben sie doch in irgendeinem Punkt genau den Unterschied, der sie einzigartig und zuordnenbar macht.

      Hinsichtlich der traditionellen (also zumindest wie wir sie uns in Europa halt traditionell vorstellen) Kleidung Afrikas finde ich persönlich die gerade Silhouette markant. Und das findet sich bei Deiner Designerin wieder, modernere Schnitte, andere Farben, aber doch irgendwo authentisch Afrika, oder? Allerdings bin ich nicht sehr tief in die afrikanische Materie eingetaucht, mag durchaus sein, dass Du noch neue, interessante Erkenntnisse zu Tage förderst.

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  5. Das wird auf jeden Fall etwas! Ich liebe bei den afrikanischen Stoffen auch sehr die figürlichen Motive - aber dieser grafische Druck ist auch ganz wunderbar!
    Und so extravagant, wie das erste Modell auf den ersten Blick aussieht: Das wirkt ja nur optimal, wenn man so schlaff mit hängenden Schultern und hängenden Armen - aber auf Highheels - rumsteht. Das finde ich für dich aber gar nicht passend. Dein normaler, entschieden dynamischerer Ausdruck gefällt viel besser!

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    1. :))) Special Thanks -> für den "entschieden dynamischeren Ausdruck"!


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  6. Tolle Ideen hast Du! Look zwei und drei (auf Deinem oberen Foto) finde ich besonders toll, diese Rundung, die in den Ärmeln fortgesetzt wird, ist klasse. Die hellen, glänzenden Hosen sehen meiner Meinung nach auch sehr nach Schlafanzug aus, aber die Jacke von Modell 16 ist sehr schön und mit einer dunklen Hose kann ich sie mir auch gut vorstelle..
    Dir wird schon das Richtige einfallen!
    Liebe Grüße
    Ilse

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    1. Die Schlafanzüge habe ich auch als erstes verworfen. Und auch wenn mir die Design Beispiele von der Maki Oh so gut gefallen werde ich mich wohl nicht dran wagen. Die Frühlings Kollektion von 2014 von ihr finde ich übrigens eher enttäuschend.

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  7. Tolle Idee. Ich bin sehr gespannt, wie du den Stoff verarbeiten wirst. Insgesamt bin ich total beeindruckt, wie kreativ alle das Thema angegangen sind.
    LG Yvonne

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    1. Geht mir genau wie dir! :)

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  8. Wunderschöner Stoff! Ich könnte mir einen langen Rock daraus sehr schön vorstellen, die werden ja auch in Afrika getragen. Vielleicht einen Wickelrock oder ein Wickelkleid? Bin aber bei afrikanischer Mode ziemlich ratlos... ich bin sehr gespannt, was das wird!
    Liebe Grüße,
    Nastjusha

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    1. Das stimmt! Im Sinne meiner kurzen Afrika-Recherche waren entweder sehr gerade, luftig geschnittene Silhouetten oder gewickelte Stoffe für meine afrikanische Modevorstellung ausschlaggebend. Ein Wickelrock oder -kleid wäre doch auf alle Fälle tragbar und alltagstauglich. Und dann noch mit afrikanischem Stoff - ein Traum!

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    2. Habe jetzt eine Nacht drüber geschlafen und mich entschieden etwas gewickeltes zu designen! Gerade geht weniger zu meiner Figur.

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  9. Der Stoff ist toll!! ich bin gespannt wohin dich deine Reise führen wird!

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    1. Schätze ich werde doch lieber wickeln udn raffen, das passt besser zu meiner Figur!

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  10. Ich bin ja ganz baff, dass jemand außerhalb Afrikas Vlisco kennt. Ich kenne die nur, weil meine Schwester seit langem in (wechselnden Ländern in) Afrika wohnt. Ich musste ein wenig schmunzeln, bei Deinen Design-Beispielen. Die Schnitte haben schon durchaus genug afrikanisches, aber keines der Models hätte ich jetzt mit afrikanischer Silhouette assoziiert, vielleicht, wenn die beide gleichzeitig in ein Kleid gesteckt hätte ... ;)

    Aber ein schönes Projekt ist das schon mal auf jeden Fall. Und es erinnert mich daran, dass ich noch ein Bild aus Togo hier liegen habe, auf dem ich einen Boubou trage. Wie festlich oder nicht so ein Gewand ist, wird nur davon bestimmt, welcher Stoff zur Herstellung verwendet wird. Vom Schnitt her wäre ein Boubou, den man auf einem Staatsempfang tragen würde und einer, mit dem man auf dem Wochenmarkt Gemüse verkauft gleich.
    Von Afrika sind mir übrigens weniger die Schnitte der Kleider (die unterschieden sich ja, wie gesagt kaum), als vielmehr die teilweise wirklich bizarren Muster der Stoffe in Erinnerung geblieben. Wer hätte gedacht, dass ein Alloverprint mit Duschköpfen oder mit Schraubenschlüsseln derart apart aussehen könnte.

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    1. Doch, doch... Vlisco ist sehr bekannt! Genau von diesem Stoff habe ich auch schon enige vernähte Kleidungsstücke gesehen. Sowohl von privaten Schneiderinnen als auch diese Afrika-Dirndl. Meine Design Beispiele zeigen wie afrikanische Mode von einer niegerianischen Mode Designerin verstanden wird und sind in keiner Weise repräsentativ traditionell. Das mit der afrikanischen Silhouette kriege ich aus verschiedenen Gründen gar nicht hin udn ehrlich gesagt sind meine Kenntnisse über Afrika kein bisschen fundiert. Aber ich habe mit Interesse den Blog von Cathy (http://cathywu.com/journal/treadling/) auf dem sie über ihre Zeit in Afrika live berichtet hat verfolgt!

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  11. Anonymous1/06/2014

    Auch so tolle Ideen! Wie hier schon häufiger erwähnt, denke ich auch, dass es keinen Widerspruch darstellt, ein als "afrikanisch" gesehenes Muster in ein stimmiges "europäisches" Outfit umzusetzen. Schließlich gibt es sogar in der traditionelleren afrikanischen Mode Adaptionen europäischer Versatzstücke...
    Vielleicht findest du noch Inspiration bei Bernhard Wilhelm, der in seinen Kollektionen öfter mit Mustern und/oder Formen aus Afrika spielt. Oder bei der ebenfalls zeitgenössischen senegalesischen Designerin Oumou Sy.
    LG, Bele

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    1. Gute Tipps... vielen Dank dafür! :)

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