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Samstag, 10. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Sewalong 3 - Burdastyle 12/2016 #112


Mein Weihnachtskleid ist fertig! ✔

An der ersten Probe gefiel mir die Silhouette noch gar  nicht,aber nachdem ich den Schnitt nun tailliert habe, bin ich sehr zufrieden.

Das Schnittbild, also eine Grafik die die Überlagerung meines Grundschnittes mit dem daraus erstellten Modell zeigt, kommt in einem der folgenden Posts. Tragefoto genauso. Es sind ja immerhin noch 2 Termine bis zum Finale.

Hier aber einige Detailfotos die beweisen, dass ich tatsächlich schon vor Termin fertig bin.



Den Ärmel-Abschluss, genau wie den Saum, habe ich wieder mit dem Falzband genäht, dass ich lagernd habe aus den Restbeständen einer geschlossenen Bekleidungsnäherei. Ich steppe es knappkantig in der Kante gegen, bücke die Kante noch einmal um und fertig ist. Sieht immer so schön sauber aus wie ich finde.



Mein über alles geliebtes Silikonband setze ich ebenfalls  nach wie vor sehr gerne ein. Hier habe ich es in der Naht des Volant-Ansatzes. Mit diesem Band bleibt immer alles so schön in Form, wobei die Elastizität erhalten bleibt. In den Brustabnähern habe ich es ebenfalls mitgefasst.


Und noch eine Ansicht von links. Ich habe das Kleid schon getragen wie man an den Knittern erkennen kann. Erst wollte ich das Stretch-Futter vom namhaftem Hersteller verwenden, aber ich habe es lieber gelassen, weil ich den Eindruck habe es ist nicht antistatisch und ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass ich mich später dauernd über ein klebendes  Futter ärgere.


Nun denke ich daran noch einen Schal aus den Stoffresten zu nähen, eventuell mit einer Abseite aus schwarzen Jerseyresten.


Ein Zopfband könnte ich auch noch machen. Mal sehen... .

Wir Weihnachtskleidnäherinnen in 2016  sehen uns ja schon im Laufe der nächsten Woche wieder.

Schöne Grüße bis dahin,
 mit Blick aus meinem Nähzimmer:



Immi

Freitag, 25. November 2016

Weihnachtskleid-Sewalong 2 - Burdastyle 12/2016 #112




Der Weihnachtskleid-Sewalong 2 - auf den allerletzten Drücker hänge ich mich noch ran.
Ich dachte mir, dass ich ein einfaches Kleid aus der aktuellen Dezember Burda -  12/2016 #112 - schnell noch schneidern könnte.
Aber wie immer bei mir, geht gar nichts schnell, und ich murkse schon wieder herum.

Doch eine Sache freut mich dennoch! Nämlich dass mir das Kleid nach meinen Vorab-Änderungen am Schnitt sofort perfekt passt. Durch reverse engineering habe ich die Konstruktion des Schnittes aus dem Burda Magazin zurückverfolgt, um dann adäquat die Änderungen vom Grund- zum Modellschnitt an meiner eigenen persönlichen Basis zu übertragen.


So wie mir scheint wurde für dieses Modell die Schulternaht verlegt. Jedenfalls sieht es in dem Schnittbild, mit dem ich den von mir selbst vermuteten Burda-Grundschnitt mit dem Modell überlagere, ganz danach aus!?
Weiß eigentlich jemand WARUM bei der Schnittkonstruktion manchmal die Schulternaht vorverlegt wird? Ich bin ja Keine die viel in Büchern liest und habe nur kurz bei Hofenbitzer geguckt. Dort seht nur, dass das aus 'optischen Gründen' gemacht wird.

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Bei der Wahl meines Stoffes habe ich aber leider kein gutes Händchen bewiesen. Es ist ein Polyesther-Stretch in Brauntönen mit so einer blasigen Oberfläche.


Schon das Übertragen der Markierungen auf den Stoff erwies sich als schwierig.  Seit Ewigkeiten habe ich nicht mehr durchgeschlagen, aber hier schien es mir unausweichlich weil weder Kreide, noch Seife, noch irgendwelche Filzstifte sichtbar blieben.


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Dies hier ist ein Foto von der ersten Anprobe, alles nur geheftet. Leider fällt der Rock zusammen. Das kann am labberigen Jersey liegen - wobei Burda allerdings auch Jersey für das Modell empfiehlt - es kann aber einfach auch daran liegen, dass ein in dieser Form ausgestellter Rock nicht schön fallen KANN. Hatte nicht Michou mir schon vor langer Zeit hier bei mir in einem  Blog-Kommentar erklärt wieso nicht. Und vor kurzem postete sie das hier Fadenlauf nutzen am Rockteil.

Vielleicht probier ich bei Zeiten mal so etwas in der Art dieser ausgefeilten A-Linien Schnitte von der Lindy Stokes, die es bei Meike im Shop gibt. Oder ich finde  mich sogleich damit ab, dass mir einfach immer nur Kleider mit schmaler Silhouette stehen.



Wie auch immer - Der Sewalong geht ja noch eine Weile und es bleibt mir noch Zeit mein Kleid irgendwie zu optimieren.

Ein paar Vorschläge habe ich sogar gerade schon von meinen Followern auf Twitter erhalten.

Außerdem gibt es da ja diesen umfangreichen Pool aller anderen Weihachtskleid-Näherinnen ,der mich unter Umständen noch irgendwie inspiriert.

Mittwoch, 21. September 2016

Probekleid fertiggenäht

Guten Morgen!
Hoffentlich bekomme ich diesen Post jetzt gerade noch fertig. Mein Internetanbieter hat nämlich angekündigt heute die Verbindung zu kappen - ausgerechnet am MMM an dem ich seit längerem endlich mal wieder teilnehmen möchte.
Also...
ich habe wieder ein wenig Schnittbastelei gemacht in Bezug auf eine Ausschnittlösung von Wasserfall in Verbindung mit Kapuze.
Für ein Probierkleid habe ich was von dieser dicken Stoffrolle genommen, die ihr hier auf dem Foto seht. Der Stoff ist ein Restposten aus einer alten Kittelschürzenfirma, es ist (glaube ich?) ein Polyesther, recht dünn aber doch fester als Chiffon. Ich wollte das Kleid wirklich nicht fertig nähen, aber dann habe ich es auf Instagram gepostet und es gefiel und ich hatte auch noch reichlich passendes Einfassband - also habe ich meine Sicherheitsnadeln entfernt und es zusammengenäht.



Mit der Konstruktion bin ich einigermaßen zufrieden, aber ich hätte auch Lust noch weiter zu probieren.


Der Puppe passt mein Kleid natürlich gar nicht, aber an ihr kann ich die Kapuze schön zeigen: 


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Nachdem ich kürzlich umgezogen bin habe ich mich gestern dann erstmals auf die Suche nach schönen Plätzen für Fotoaufnahmen gemacht,  Hier im Park war so eine Ecke,wo ich unauffällig mein Stativ aufstellen konnte, und das Licht war auch ganz gut. Diese Stelle will ich mir merken.



Das Kleid ist ja eigentlich für den Sommer, ohne Ärmel und aus dem dünnen Stoff, wenn auch mit einem Taftunterkleid. Aber in diesen Tagen, wo erst noch der goldene Herbst kommt und es noch nicht gar so kalt ist, kann ich es mit einem Cardi dazu, oder dieser Jeans-Jacke (ein allerletztes Relikt aus Zeiten in denen ich Konfektionskleidung gekauft habe) noch gut tragen wie ich finde.


Demnächst möchte ich einen auführlicheren und detaillierten Post über die Wasserfallkonstruktion machen. Mir macht diese Zeichnerei und Bastelei einfach immer am meisten Spaß und auch das Aufbereiten für den Blog - viel mehr als das Nähen selbst. 
Und weil ich noch reichlich von dem Stoff habe, wird es auf meinem Zuschneidetisch dann wohl noch öfter so aussehen wie hier, wenn ich dann weiter probiere.



Ehrlich gesagt finde ich meinen Probe-Stoff und sein  Muster nicht besonders schön aber irgendwie ist er doch sehr alltagskompatibel. Wenn ich mich so umsehe in der Stadt. dann bietet sich das Bild von ausschließlich dunkel gekleideten Menschen. Jedermann trägt Jeansblau, Schwarz, Grau oder Braun.  Dodo schreibt in ihrem MMM-Post heute auch so schön dazu, dass sie im Herbst mit ihrer Kleidung aufhört zu blühen, und dass sie überlegt ob sie etwas gegen diese Tristesse in Bezug auf die Wahl der Stoffe für diese Jahreszeit unternehmen möchte: 


Freitag, 16. September 2016

Messstreifen 1:4 und 1:3

Hier habe ich eine PDF für einen Messstreifen zum Ausdrucken:



Messstreifen 1:4 und 1:3.pdf

Selber habe ich mir einen solchen Ausdruck auf Pappe geklebt und ich benutze das Lineal für meine Schnittkonstruktionen im verkleinerten Maßstab. Meistens verwende ich die Maßstäbe 1:3 oder 1:4 der natürlichen Größe.
Wenn ich über meine Schnittkonstruktionen blogge und dazu PDF's hochlade, können die mit diesen Streifen nachgemessen werden.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Reverse engineering: (Burdastyle 6/2013 #119)


This is how I reverse engineered the pattern Burdastylemagazin 6/2013 #119.
The black lines show my self definded standard block size 44, and the red ones indicate changes to the model.
The picture below shows the toile I made, using my personalised block.




Nachdem ich mir vor einiger Zeit meine Hemdbluse mit offensichtlichen Fehlern nähte, musste ich mir eingestehen, dass meine alte Grundprobe nicht mehr passt, weil meine Figur sich deutlich verändert hat.  Also habe ich mich aufgerafft und mir neuerlich eine Probe angepasst. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens weiter an meiner Foto-Linien-Methode gearbeitet, dazu ist aber noch kein Blog-Post fertig aufbereitet.

Hier habe ich aber Fotos die den Unterschied nach der Anpassung verdeutlichen. Die Schrägzüge unter- und oberhalb der Brust sind verschwunden...


... und auch über der Hüfte fällt nun alles schön glatt:


In diesem Post soll es nun darum gehen, wie ich mir mit meinem vorliegendem Grundschnitt den o. g. Hemdblusenschnitt umkehrtechnisch erstellte.

Reverse engineering nennt man im angloamerikanischen Sprachraum ein solches Vorgehen, bei dem die Konstrukion eines kommerziellen Schnittmusters zurückverfolgt wird.

Einen Burda Grundschnitt gibt es eigentlich nicht, aber ich habe versucht ihn mir abzuleiten und dann ein Schnittbild erstellt.
Das was ich für mich als Burda-Basis Gr. 44 definiert habe,  ist hier im Bild überlagert mit dem Hemdblusenschnitt. Der Grundschnitt sind die schwarzen Linien und das Modell hat die roten Linien.
Dies ist nur der Bodice-Schnitt, denn Kragen, Knopfleiste und Ärmel waren für mich erstmal nicht relevant und wurden weggelassen.


Die Konstruktion der Hemdbluse ist insgesamt sehr nah am Grundschnitt.
Es gibt folgende Änderungen:
  1. Vertiefung des vorderen Halsausschnitts
  2. Vertiefung und Erweiterung des Armlochs
  3. Verkürzung des Brustabnähers
  4. Eliminierung der Taillenabnäher in Vorder- und Rückenteil
  5. edit:
    1.  Vergrößerung der Brustbreite im Vorderteil s. Mehrweite am Armloch
    2. Verlängerung u. Verbreiterung d. Rückens (geringfügig)
      (Punkt 5. und 6. wurden auf Hinweis in den Kommentaren nachträglich hinzugefügt)
    Etwas Kopfzerbrechen bei der Sache hat mir die Lage und Länge des Brustabnähers bereitet.
    Wo genau sollte die Spitze eines Brustabnähers liegen. Genau bis auf die Brustspitze ist doch eigentlich normal? Hat der BP aber eine Toleranz? Hat es auch damit etwas zu tun, dass im Schnittmuster aufgesetzte Brusttaschen vorgesehen sind und deshalb wird der Abnäher hier verkürzt?



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    Gern höre ich was ihr so dazu meint. Vielleicht habt ihr zu der Schnittkonstruktion noch den ein- oder anderen Tipp für mich oder Erklärungen bereit?

    Liebe Grüße
    Immi

    Samstag, 2. Juli 2016

    Latzhose - Spassprojekt

    Weil ich es einfach wissen wollte!


    In der Juli Ausgabe der Burdastyle sah ich diese Latzhose 7/2016 #109  und irgendwie gefiel mir der Schnitt. Weil ich auf dem Flur noch diese Rollen mit den Stoffen aus der Lagerauflösung einer Textilfertigungs Firma hatte, setze sich bei mir der Gedanke fest ich könnte aus meinem Streifenstoff so eine Latzhose nähen.


    Aber so ein Modell für MICH!!! Ehrlich gesagt fühle ich mich zu alt für sowas. Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los und ich sprach das Thema auf Twitter an. Dort stellte sich heraus, dass das Thema Latzhosen im Allgemeinen sehr polarisiert, es gab Stimmen die sich vehement gegen Latzhosen aussprachen und auch die Beführworter. Weil ich mich dann immer noch nicht entscheiden konnte, habe ich kurzerhand eine Abstimmung generiert. Aber auch das half mir nicht weiter, wie man sieht.


    Gestern habe ich mir den Schnitt dann kurzerhand rausgemacht, und mir das Modell in Gr. 44 zugeschnitten u. es zusammengebracht. Von Nähen kann ich nicht sprechen denn ich habe wirklich nur eine rüde Probe zusammengeschustert, die Markierungen sogar mit Edding vorgenommen.


    Das Ergebnis allerdings hat mich positiv überrascht. Der Schnitt gefällt mir durchaus an mir. Die Silhouette ist wieder erwarten gar nicht so daneben. Mit dem richtigen Darunter, aus einem 'gesetzterem' Stoff  und mit bestimmten Änderungen, könnte ich mir das Modell für mich sogar,  im Ernst vorstellen.

    Für den Latzhosensewalong ist aber ja leider schon viel zu spät.


    Mittwoch, 29. Juni 2016

    Korrespondierender Cardigan


    Wenn ein Tag mit Nähzeit vor mir liegt, notiere ich mir am Morgen bei einer Tasse Kaffee gern meine Nähpläne für den Tag. So gedachte ich am vergangenen Sonntag Morgen entweder mein zweites Hemdblusenkleid zuzuschneiden, oder meine Schnittanalyse von der Burda-Hemdbluse, unter meinem neuen Label 'Wie haben die das gemacht' vorzustellen.
    Und was habe ich tatsächlich gemacht? Ich hab spontan einen gekauften  XL-Cardigan zerlegt, neu zugeschnitten und wieder zusammengenäht.

    Hier ist mein  Ergebnis: 


    Und so war die Passform vorher: 


    Diese Strickjacken brauche ich eigentlich immer. Wenn ich mir ein Kleid oder eine Bluse genäht habe ist das  Projekt  für mich erst richtig fertig, wenn ich eine passende kleine Jacke dazu habe.

    Vor einiger Zeit bin ich drauf gekommen, dass es eigentlich schlau ist, wenn ich für meine Jacken direkt den Schnitt der jeweiligen Bluse oder des jeweiligen Kleides verwende. So harmonisiert das mit der Silhouette und ich habe auch kein Gewühle beim Armloch, wie das so oft bei gekauften Jacken der Fall ist, wenn der Jackenärmel enger ist als der Kleider- oder Blusenärmel. Einziger Haken bei der Sache ist, dass ich im Handel kaum diese Strickstoffe für meine Jacken finde.
    Schon ganz lange habe ich deshalb die vage Idee mir günstige Cardigans zu kaufen, um sie zu zuschneiden und meinen eigenem Schnitt drauf zu legen.

    Am Sonntag setzte ich die Idee dann spontan in die Tat um.

    Ohne zu wissen, ob gekaufte Cardigan genügend Fläche für meinen eigenen Schnitt bieten würde, habe ich ihn beherzt zerschnitten und die Lage geprüft:


    Zu meiner Freude reichte die XL-Jacke stoffmäßig. Weil durch die Neuauflage meines Schnittes letztlich die Seitennähte nicht mehr passten, hab ich den Differenzbetrag in der Seitennaht in den Brustabnäher gelegt. Mein Brustabnäher im Cardi ist jetzt kleiner als der im Kleid, aber das ist ja auch o.k., denn der Cardi darf ja gern etwas lockerer fallen als das darunter.
    Die Taillenabnäher hatte ich zwar eingezeichnet aber nicht genäht. Bitte nicht  erschrecken über die Markierungen mit dem schwarzen Filzer - das ist einer der sich rückstandslos wieder auswäscht.


    Hier nochmal die Frontansicht im Vorher-Nachher-Vergleich:
    Die Jacke hatte ich korrespondierend zum Kittelschürzenkleid nach dessen Schnitt genäht.


    Sie passt aber auch zu meinem Wasserfall-Jersey-Kleid:


    Was soll ich sagen? Nähen macht glücklich!

    Alles in allem war dies für meine Verhältnisse eine Turbo-Näh-Aktion - hat alles nur 6 Stunden gedauert.

    Ps: In meiner Phantasie war ich bei Great Britisch Sewing Bee und hab die Refashion-Challenge gewonnen. 


    Jetzt ihr! Ich bin gespannnt was bei euch so los ist: 


    --- edit ---
    Hier nachträglich noch ein Foto für Friedalene damit wir über ihre Frage im Kommentar sprechen können. Hier liegt der Folienschnitt aber leider nur lose drauf und noch nicht exact platziert.